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Prozess um Instagram-Abmahnungen Cathy Hummels kämpft für Influencer-Rechte

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"Recht auf freie Meinungsäußerung, dafür kämpfe ich", schrieb Hummels auf Instagram. 

(Foto: imago/Andreas Weihs)

Fußballergattin Cathy Hummels verdient mit Postings auf Instagram im Auftrag etwa von Modefirmen viel Geld. Ihr Kampf vor Gericht gegen Abmahnungen wegen angeblicher Schleichwerbung wird von einer ganzen Branche aufmerksam beobachtet.

Unter Beteiligung von Instagram-Berühmtheit Cathy Hummels wird im kommenden Jahr in München ein für die PR-Branche bundesweit bedeutender Rechtsstreit ausgefochten: Welche Informationspflichten gelten für Influencer? Das Landgericht in der bayerischen Landeshauptstadt hat für den 11. Februar die mündliche Verhandlung angesetzt, Hummels' persönliches Erscheinen ist angeordnet, wie eine Gerichtssprecherin sagte.

Verklagt worden ist die Ehefrau des Fußballprofis Mats Hummels vom Verband Sozialer Wettbewerb. Der Vorwurf: Cathy Hummels mache auf dem Foto-Portal Instagram verbotene Werbung. Cathy Hummels hat Werbeverträge mit mehreren Modefirmen, sie bekommt Geld für die Nennung der Unternehmen und ihrer Produkte. Diese Beiträge kennzeichnet die frühere Moderatorin dementsprechend als "bezahlte Partnerschaft".

Der Verband hat sie wegen 15 Postings verklagt, bei denen dieser Hinweis fehlte. Im Juli hatte Hummels in einem dieser Fälle eine Abmahnung akzeptiert, in den übrigen Fällen aber will sie die Sache bis zum Ende ausfechten, weil diese Beiträge nach Angaben ihrer Anwälte auch nicht mit Gegenleistungen verbunden waren. "Recht auf freie Meinungsäußerung, dafür kämpfe ich", schrieb sie im Sommer in einem Beitrag auf Instagram. 

Das Verfahren stößt keineswegs nur bei Hummels' Followern auf Interesse. Denn der Prozess berührt die Frage, ob Prominente überhaupt Produkte oder Dienstleistungen aus freien Stücken empfehlen dürfen, ohne dabei eine Klage zu riskieren. Das Anheuern bezahlter Influencer ist in vielen Branchen üblich, sogar etablierte Industriefirmen wie Siemens haben Influencer-Verträge mit Experten.

Quelle: n-tv.de, mbo/dpa

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