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"Falsch diagnostiziert"Christina Applegate hat gar keine Multiple Sklerose

20.10.2026, 15:52 Uhr
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Der Gehstock ist seit Jahren ihr Begleiter: Christina Applegate. (Foto: Getty Images for Critics Choice )

2021 wird bei "Eine schrecklich nette Familie"-Star Christina Applegate Multiple Sklerose diagnostiziert. Offenbar eine Fehldiagnose, wie die Schauspielerin nun erfährt. Doch Freude darüber empfindet sie keine.

Vor fünf Jahren machte Schauspielerin Christina Applegate publik, dass bei ihr Multiple Sklerose (MS) diagnostiziert worden sei. Die unheilbare Autoimmunkrankheit greift das zentrale Nervensystem an, was beispielsweise zu Mobilitätsbeschwerden führen kann. Die Krankheit beeinträchtigte die Schauspielerin, die durch ihre Rolle als Kelly "Dumpfbacke" Bundy in der Sitcom "Eine schreckliche nette Familie" zum Star wurde, sehr. Zwischenzeitlich war die 54-Jährige sogar ans Bett gefesselt.

In der aktuellen Folge ihres Podcasts "MeSsy", den sie gemeinsam mit der ebenfalls an MS erkrankten Jamie-Lynn Sigler moderiert, überrascht Applegate nun allerdings mit der Neuigkeit, dass sie offenbar das Opfer einer Fehldiagnose geworden ist. Unter Tränen erinnert sich die Schauspielerin an den Moment, als eine Ärztin ihr bei ihrem letzten Krankenhausaufenthalt die Neuigkeit überbracht hat: "Sie kam in mein Zimmer und sagte: 'Herzlichen Glückwunsch, Sie haben keine MS.'"

Freuen konnte sich Applegate darüber allerdings nicht, wie sie zugibt. "Ich war, na ja, überhaupt nicht glücklich. Alle anderen waren so glücklich. Aber man wird nicht falsch diagnostiziert und dann geht es einem plötzlich besser. Mir geht es nicht besser, Jamie!" Sie würde sogar behaupten, dass es ihr nun schlechter gehe, denn sie sei nun wieder "am Anfang, wo ich nicht weiß, was mit mir los ist".

Woher kommen die Symptome?

Ihre Symptome seien weiterhin da: "Ich stecke immer noch mittendrin. Es ist nichts Magisches passiert, als die Ärztin sagte: 'Du hast keine MS.'" So sei sie weiterhin auf den Rollstuhl und einen Gehstock angewiesen, könne noch nicht einmal vom Auto zum Behandlungszimmer bei ihrem Arzt laufen, erklärt Applegate. Untersuchungen sollen jetzt klären, was bei der Diagnose 2021 schiefgelaufen ist - und die Frage beantworten, woher Applegates Symptome kommen, die sie seit Jahren so sehr einschränken.

Auch mental belaste sie die Fehldiagnose massiv, gesteht Applegate. Sie habe das Gefühl, alle im Stich gelassen zu haben, gesteht sie im Podcast. Sie sie zu einem "Aushängeschild für MS" geworden - und nun habe sie gar keine MS.

Die Diagnose habe 2021 ihr Leben zum Stillstand gebracht, sie habe ihren Job verloren, schwere Depressionen bekommen. Die Fehldiagnose bezeichnet sie nun als "Mindfuck". Sie stehe immer noch unter Schock, erklärt die Schauspielerin. "Ich hatte einen verdammten Grund dafür, warum jeder Tag beschissen war. Und jetzt habe ich keinen Grund mehr, und das ist sehr beunruhigend und sehr verwirrend für mich."

Quelle: ntv.de, csp

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