Lady Dianas Todesfahrt 1997Das wurde aus dem einzigen Überlebenden

Exakt 29 Jahre sind seit dem tragischen Unfalltod von Lady Diana vergangen. Vier Personen saßen seinerzeit mit ihr in dem Auto, das in einem Pariser Tunnel verunglückte. Mit dem Leibwächter Trevor Rees-Jones gibt es heute nur einen Überlebenden des Crashs.
Auch heute noch ist dieser Tag vielen Menschen weltweit in Erinnerung: Am 31. August 1997 kam Prinzessin Diana im Alter von 36 Jahren ums Leben. Bei dem Autounfall in Paris saßen neben der Mutter von Prinz William und Prinz Harry noch drei weitere Personen im Wagen. Ihr damaliger Freund Dodi Al-Fayed und der Fahrer des Wagens, Henri Paul, starben noch an der Unfallstelle.
Der einzige Überlebende, Trevor Rees-Jones, kam schwer verletzt in ein Krankenhaus in Paris. Der damalige Leibwächter von Al-Fayed hatte durch den Unfall eine schwere Kopfverletzung erlitten und kann sich kaum an Details erinnern.
Nach dem Autounfall lag er mehrere Wochen im Krankenhaus, zehn Tage davon im künstlichen Koma. In seinem Gesicht waren zahlreiche Knochen gebrochen oder zerschmettert. Ein französischer Kieferchirurg rekonstruierte das Gesicht anhand von Familienfotos. 150 Titanstücke sollen die Ärzte dafür unter anderem verwendet haben. Innerhalb eines Jahres soll dem Personenschützer kaum noch etwas von dem Unfall anzusehen gewesen sein.
Millioneneinnahme mit Buch
Anfang Oktober 1997 durfte Trevor Rees-Jones die französische Klinik verlassen und nach Großbritannien zurückkehren. Damals konnte er sich zunächst nur durch Flüstern und Schreiben verständigen. Im Mai 1998 quittierte er seinen Job als Bodyguard. Er zog ins westenglische Shropshire zu seiner Familie und arbeitete Medienberichten zufolge einige Zeit in einem kleinen familiengeführten Sportbekleidungsgeschäft.
Mit Hilfe einer Ghostwriterin schrieb Trevor Rees-Jones dann ein Buch über den Unfall, das im Jahr 2000 veröffentlicht wurde und den Titel "The Bodyguard's Story: Diana, the Crash, and the Sole Survivor" ("Die Geschichte des Leibwächters: Diana, der Unfall und der einzige Überlebende") trägt. Er wollte damit den bizarren Geschichten und Verschwörungstheorien rund um die Ereignisse ein Ende bereiten. In dem Buch erklärte er, dass er sich kaum an den Unfall erinnern könne.
Mit seiner niedergeschriebenen Geschichte soll Trevor Rees-Jones Gerüchten zufolge umgerechnet angeblich mehr als eine Million Euro eingenommen haben. Den größten Teil davon soll er jedoch angeblich für Anwaltskosten ausgegeben haben, nachdem er der Zeitung "The Sun" zufolge in England und Frankreich in eine Reihe von Gerichtsverfahren mit der Al-Fayed-Familie verwickelt war.
Ein "ruhiges" Leben
2003 soll Rees-Jones laut britischen Medienberichten ein zweites Mal geheiratet haben, kurz vor dem Unfall in Paris hatte er sich von seiner ersten Frau getrennt. Der ehemalige Soldat und Leibwächter, der 1968 in Deutschland als Sohn eines britischen Armee-Arztes und einer Krankenschwester zur Welt gekommen war und dort seine ersten zehn Lebensjahre verbracht hatte, hat sich inzwischen aus der Öffentlichkeit zurückgezogen.
Wie die britische Zeitung "Daily Mail" im Juni 2021 berichtete, soll er bei einem großen Pharmaunternehmen als Sicherheitschef arbeiten. Davor war er demnach unter anderem für die Vereinten Nationen und für eine in den USA ansässige Ölgesellschaft tätig.
Wie "The Sun" außerdem in Erfahrung gebracht haben will, lebt Trevor Rees-Jones heute mit seiner Frau und zwei Kindern zurückgezogen in England. Eine nicht namentlich genannte Quelle sagte dem Blatt, Rees-Jones lebe ein "friedliches" und "ruhiges" Leben. Über den Unfall spricht er dem Insider zufolge kaum noch.
"Ich betrachte es einfach als einen vermeidbaren Unfall", sagte Rees-Jones einst der "Irish Times". "Dass Henri Paul einen Fehler begangen hat, als er sich ans Steuer setzte, obwohl er wusste, dass er getrunken hatte. Dass er weder uns noch Dodi mitgeteilt hat, dass er nicht fahrtüchtig war. Das war der Fehler. Ich habe das Ergebnis akzeptiert. Es war ein Unfall unter Alkoholeinfluss, verursacht durch überhöhte Geschwindigkeit. Und genau das war es."