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Nacktbilder und eine E-Mail Depp-Heard-Prozess sparte pikante Beweise aus

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Der Prozess ist beendet - die Schlammschlacht geht weiter: Amber Heard und Johnny Depp.

(Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Das Urteil im Verleumdungsprozess zwischen Johnny Depp und Amber Heard ist gefallen. Doch außerhalb des Gerichtssaals geht der Schlagabtausch zwischen den beiden Hollywood-Stars weiter. Nun werden bislang unbekannte Gerichtsdokumente publik.

Der Verleumdungsprozess von Johnny Depp gegen seine Ex-Frau Amber Heard ist zwar vorerst beendet. Doch die bislang bekannt gewordenen Behauptungen und Anschuldigungen waren noch lange nicht das Ende, wie es scheint. Jetzt geht die Schlammschlacht außerhalb des Gerichtssaals weiter.

Wie bis dato geheime Dokumente enthüllen, haben es nicht alle Beweismittel in den Prozess geschafft. Einige davon werden nun nachträglich publik - und sind teils ziemlich pikant. So geht aus Gerichtsunterlagen, die der US-Webseite "The Daily Beast" vorliegen, etwa hervor, dass Depps Team offenbar versuchte, Nacktfotos von Heard als Beweismittel einzureichen. Auch ihre kurze Arbeit als erotische Tänzerin sollte anscheinend thematisiert werden. Beides wurde jedoch nicht zugelassen.

Verzichte Heard auf Geld?

Auch Heards Team erhielt den Informationen von "The Daily Beast" zufolge einen Dämpfer. Demnach verweigerte Richterin Penney Azcarate ihm die Vorlage einer Gesprächsnotiz der Schauspielerin mit ihren Anwälten aus dem Scheidungsverfahren mit Depp.

Laut der Notiz ignorierte die 36-jährige den Rat ihres Anwaltsteams, die maximale Summe zu verlangen, die ihr nach der 2016 eingereichten Scheidung von Depp zugestanden hätte. So hätte die Schauspielerin angeblich ein Anrecht auf die Hälfte der 33 Millionen Dollar gehabt, die Depp für sein Mitwirken am vierten Teil von "Fluch der Karibik" erhalten haben soll. Heard soll sich jedoch dagegen entschieden haben, diesen Anspruch geltend zu machen und in einer E-Mail an ihre Anwälte erklärt haben, sie stehe "fest zu (ihrem) Wort, dass es hier nicht ums Geld geht".

Heard verkauft ihr Haus

Depp hatte Anfang Juni nach rund sechs Prozesswochen die Verleumdungsklage gegen Heard gewonnen. Er hatte sie wegen eines Beitrags, den sie 2018 in der "Washington Post" veröffentlicht hatte, auf 50 Millionen Dollar verklagt. Darin behauptete sie, Opfer von häuslicher Gewalt zu sein. Ihren Ex-Mann erwähnte sie zwar nicht namentlich. Depp argumentierte jedoch, der Beitrag habe trotzdem seine Karriere ruiniert, seinen Ruf beschädigt und ihn viel Geld gekostet. Heard wiederum reichte eine Gegenklage in Höhe von 100 Millionen Dollar gegen Depp ein.

Am Ende gab das Gericht Depp in weiten Teilen Recht, wenngleich auch er zu einer Schadenersatzzahlung an seine Ex verurteilt wurde. Unterm Strich schuldet Heard ihm aber nach dem Prozess 8,35 Millionen Dollar. Heard und ihr Anwaltsteam haben Berufung gegen das Urteil eingelegt. Die Schauspielerin soll nicht über die entsprechenden Mittel verfügen, allerdings versuchen, das Geld zusammenzutragen. Wie das Promi-Portal "TMZ" meldete, verkaufte sie inzwischen unter anderem ihr Haus im kalifornischen Yucca Valley für 1,05 Millionen Dollar.

Quelle: ntv.de, vpr/spot

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