Unterhaltung

Der Fall Ulmen / FernandesSogar britische Medien springen auf

24.03.2026, 13:22 Uhr
00:00 / 03:18
ulmenfernandes
Über sie spricht auch Großbritannien: Christian Ulmen und Collien Fernandes. (Foto: dpa / picture alliance / Collage: ntv.de)

Die Ereignisse rund um deutsche Promis sorgen in Ländern wie Großbritannien nur selten für Aufsehen. Im Fall der Vorwürfe, die Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen erhebt, ist das anders. Die rufen auch die britischen Medien auf den Plan.

Seit Collien Fernandes vergangene Woche unter anderem den Vorwurf der virtuellen Vergewaltigung gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen publik gemacht hat, schlägt das Thema in der deutschen Öffentlichkeit, den Medien, den sozialen Netzwerken und der Politik Wellen. Der Wirbel, den der Fall ausgelöst hat, ist mittlerweile sogar im Ausland angekommen. So berichten etwa Zeitungen wie "The Sun" und "Daily Mail" in Großbritannien ausführlich über den Fall.

Die "Sun" verfasste bereits kurz vor dem Wochenende einen Artikel unter der Überschrift "Web of Lies" ("Netz der Lügen"). Die Unterzeile dazu lautete: "Der Ex eines TV-Stars soll 'Deepfake-Pornos von ihr an Fremde verschickt haben, die dachten, sie hätten eine Affäre' - ein Fall, der die Showbranche erschüttert hat."

Zu Fotos, die Ulmen und Fernandes zeigen, schreibt die Zeitung, die Ereignisse hätten "Vergleiche zu Gisèle Pelicot hervorgerufen". Die Französin Pelicot war von ihrem Ehemann fast zehn Jahre lang schwerer sexualisierter Gewalt ausgesetzt worden. Dabei wurde sie von dutzenden Männern unzählige Male vergewaltigt.

"Weitverbreitete Wut"

Auch die "Daily Mail" griff den Skandal inzwischen in einem Artikel auf. "Eine Hälfte eines deutschen Promi-Traumpaares wurde zehn Jahre lang einer Deepfake-Pornokampagne ausgesetzt ... 'nur um festzustellen, dass ihr Ehemann, ein Fernsehmoderator, perverse Bilder und Videos erstellt hatte'", ist dieser ebenfalls mit Bildern des Ex-Paares garnierte Bericht betitelt.

Beide Medien gehen detailliert auf die von Fernandes erhobenen Anschuldigungen und die von der Schauspielerin in Spanien erstattete Anzeige gegen ihren früheren Ehemann ein. Die "Daily Mail" berichtet zudem über die "weitverbreitete Wut", die der Fall in Deutschland ausgelöst habe. Das Blatt verweist dabei auf die Demonstration, die in Solidarität mit Fernandes am Sonntag in Berlin stattfand, und auf die Initiative, in der 250 Frauen ein schärferes Vorgehen gegen digitale Gewalt gegen Frauen fordern.

Christian Ulmen hat sich bislang nicht persönlich zu den von seiner Ex-Frau erhobenen Vorwürfen geäußert. Den Bericht des Magazins "Der Spiegel", das die Anschuldigungen öffentlich gemacht hatte, bezeichnete Ulmens Anwalt als "rechtswidrig". Es handele sich "in großen Teilen um eine unzulässige Verdachtsberichterstattung". Zudem würden "unwahre Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung verbreitet". Für Christian Ulmen gilt die Unschuldsvermutung.  

Quelle: ntv.de, vpr

Sexualisierte GewaltGroßbritannienPromi-PaareCollien FernandesFilmTVChristian Ulmen