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Letzte Tour ist geplantDie Prinzen läuten ihren Abschied ein

19.04.2026, 10:56 Uhr
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Mathias Dietrich (l-r), Jens Sembdner, Alexander Zieme Henri Schmidt, Wolfgang Lenk, Tobias Künzel und Sebastian Krumbiegel, Mitglieder der Band "Die Prinzen", gehen beim Fototermin über einen Zebrastreifen. (Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

Mit "Alles nur geklaut" landen "Die Prinzen" 1993 einen echten Hit. Die Gruppe aus Leipzig gehört heute zu den erfolgreichsten Bands Deutschlands. Doch nun wollen "Die Prinzen" aufhören und planen auch schon ihre Abschiedstour.

Die Prinzen hören auf. Das hat die Band der "Bild"-Zeitung in einem Interview mitgeteilt. Für die Musiker sei nach mehr als drei Jahrzehnten der Moment gekommen, Abschied zu nehmen. Sie hätten gemeinsam "nach reiflicher Überlegung" beschlossen, die "Karriere zu einem würdigen Abschluss zu bringen".

"Wenn es am schönsten ist, hör auf", sagte Frontmann Sebastian Krumbiegel der Zeitung. Band-Mitglied Wolfgang Lenk ergänzte: "Lieber jetzt an dieser Stelle eine Traurigkeit spüren, als irgendwann eine Peinlichkeit erleben. Nichts wäre schlimmer für uns, als wenn die Menschen irgendwann fragen würden, wann wir endlich abtreten als Band. Deswegen haben wir den Schlusspunkt freiwillig gesetzt."

"Tschüssi, macht's gut"-Tour 2027

Gleichzeitigt kündigten die Band-Mitglieder für Ende 2207 ihre große Abschiedstournee an. Unter dem Motto "Tschüssi, macht's gut!" werden rund 20 Termine in Deutschland, Österreich und der Schweiz geplant. Der Auftakt ist laut einer Mitteilung am 22. Oktober in Hof (Saale) in Bayern geplant. Dann folgen Konzerte unter anderem in Berlin, Dresden, München, Köln, Leipzig und Hamburg, bevor die Tournee am 16. Dezember in Zürich enden soll. Die Abschiedstournee solle ein "großes Dankeschön an das Publikum" sein, das sich auf "besondere Arrangements, persönliche Momente und vielleicht auch die eine oder andere Überraschung freuen" dürfe, heißt es weiter.

Die ostdeutsche Band tritt seit 1991 unter dem Namen Die Prinzen auf. Sie ging aus dem A-cappella-Trio Die Herzbuben hervor, das sich bereits 1987 in der DDR gründete. Um Verwechslungen mit den Wildecker Herzbuben zu vermeiden, wurde der Name Die Prinzen gewählt. Gleichzeitig formierte sich die Band neu und wechselte zum gesamtdeutschen Pop-Mainstream. Durch die Kombination aus besonderem Gesang und scharfer Ironie in den Texten schafften es die Prinzen-Lieder in die deutschen Charts und wurden zum Soundtrack der Nachwendezeit.

Auf die Frage, welche Botschaft ein Prinzen-Song über das Deutschland des Jahres 2026 enthalten würde, hat Krumbiegel eine klare, eindringliche Antwort: "Redet miteinander, geht aufeinander zu, stellt euch nicht in irgendwelche Ecken, versucht aufgeschlossen zu sein und versucht, euch nicht durch Misstrauen leiten zu lassen." Eine Botschaft der Hoffnung und des Zusammenhalts. Ganz im Sinne der erfolgreichen Band, die Menschen jeden Alters seit Jahrzehnten verbindet.

Quelle: ntv.de, jaz/dpa

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