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Britische Filmpreise Die üblichen Verdächtigen

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Tony Revolori und Saoirse Ronan in "The Grand Budapest Hotel" - der Film gilt mittlerweile auch als großer Oscar-Favorit.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die britischen Filmpreise gelten mittlerweile als treffsicheres Oscar-Barometer. Kein Wunder, dass Hollywood gespannt auf die Liste der Nominierten schaut. Freuen könnte sich aber auch Görlitz, wo der Favorit der Baftas gedreht wurde.

Die britischen Bafta-Awards gelten mittlerweile nicht nur als wichtigster Filmpreis außerhalb der USA. Sie haben sich zuletzt auch zum sicheren Oscar-Orakel entwickelt. In den letzten fünf Jahren gewann der Film, der den Hauptpreis der British Academy of Film and Television Arts mit nach Hause nahm, auch den Oscar als bester Film.

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Auch "Birdman" mit Michael Keaton als ehemaligen Superhelden könnte bei den Baftas abräumen - und danach bei den Oscars.

Nun wurden die Nominierungen für die Verleihung am 8. Februar bekannt gegeben - und sie geben einem größtenteils in Deutschland entstandenen Film einen kräftigen Schub. "The Grand Budapest Hotel" von Wes Anderson, der in Görlitz und Dresden gedreht wurde, erhielt elf Nominierungen und ist damit Spitzenreiter, wie der "Hollywood Reporter" berichtet. Je zehn Nominierungen konnten "Birdman" und "The Theory of Everything" einheimsen.

Doch noch weitere Oscar-Favoriten gehen ins Rennen: Als bester Film sind neben der Anderson-Komödie noch "Birdman" von Alejandro G. Inarritu, "Boyhood" von Richard Linklater sowie die britischen Wissenschafts-Dramen "The Imitation Game" von Morten Tyldum und "Die Entdeckung der Unendlichkeit" von James Marsh nominiert. Die Nominierungen für den besten Regisseur sind fast deckungsgleich: Nur Tyldum bekam keine Nominierung, dafür aber Damien Chazelle für sein intensives Musikdrama "Whiplash".

Alan Turing und Stephen Hawking

Auch die Schauspieler-Nominierungen entsprechen den bisherigen Favoriten der Filmpreis-Saison. Nominiert sind Benedict Cumberbatch, der in "The Imitation Game" den Mathematiker Alan Turing spielt sowie Eddie Redmayne als Stephen Hawking in "Die Entdeckung der Unendlichkeit". Hinzu kommen Michael Keaton für "Birdman", Ralph Fiennes für "The Grand Budapest Hotel" und Jake Gyllenhaal für das Mediendrama "Nightcrawler".

Bei den Frauen können Amy Adams ("Big Eyes"), Felicity Jones ("Die Entdeckung der Unendlichkeit"), Julianne Moore ("Still Alice"), Reese Witherspoon ("Der große Trip - Wild") und Rosamunde Pike ("Gone Girl") auf einen Bafta-Award hoffen. Sie gelten auch als Favoritinnen für die Academy Awards, die am 22. Februar verliehen werden.

Wie schon bei den Oscars geht Deutschland auch bei den Baftas leer aus - es gibt nicht einmal eine Nominierung. Hoffnungen auf den Preis kann sich dagegen "Ida" aus Polen machen, der bereits den Europäischen Filmpreis erhielt. Er geht ins Rennen gegen den russischen Beitrag "Leviathan", "Lunchbox" aus Indien, den brasilianischen Beitrag "Trash" und "Two Days, One Night" der belgischen Filmemacher Jean-Pierre und Luc Dardenne.

Quelle: n-tv.de, mli

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