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50 Jahre Sex, Musik und Politik Die unverwechselbare Madame Bruni

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In Italien geboren ist Carla Bruni mittlerweile einer der bekanntesten Musik-Exporte Frankreichs.

(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Mit ihrer Vorliebe fürs Rampenlicht, Chansons und mächtige Männer hat es Carla Bruni in 50 Jahren weit gebraucht - die gebürtige Italienierin war Supermodel, Sängerin und Première Dame. Und dennoch findet sie sich selbst ziemlich uninteressant.

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Carla Bruni hatte in ihrem Leben schon viele Berufsbezeichnungen: Supermodel, Sängerin, Première Dame. Einen Tag vor Heiligabend feiert sie nun ihren 50. Geburtstag. Zeitlos schön ist sie immer noch - und erfrischend bodenständig. "Ich interessiere mich nicht für mich", sagte sie einmal. "Deswegen langweile ich mich so in Interviews, weil ich immerzu von mir reden muss. Seit dreißig Jahren muss ich ständig über mich sprechen, obwohl ich gar nichts über mich zu sagen habe."

Anders als sie selbst interessierte sich die Modewelt allerdings schon früh für Bruni: Ihre Karriere beginnt mit 19 Jahren als Model. Die junge Französin studiert damals Kunst und Architektur - und bricht das Studium zugunsten der Laufsteg-Karriere ab. In den 1990er Jahren gehört sie mit einem Jahresgehalt von bis zu 7,5 Millionen Dollar zu den bestbezahlten Fotomodellen; und sichert sich somit einen Platz in der berühmten Riege der Supermodels.

Entdeckt wird Carla Bruni im Übrigen von Modedesigner Gianni Versace. "Als er mich für seine erste Show buchte, da kannte mich keiner, ich hatte drei mickrige Fotos in meinem Book und noch keinen Erfolg", erzählte sie einmal der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Im Jahr 1998 - ein Jahr nach dem Mord an Versace - macht Bruni Schluss mit dem Modeln.

Leidenschaft für Chansons

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Im Jahr 1993 fotografiert Michael Comte das Supermodel Carla Bruni - splitternackt.

(Foto: AP)

Die gebürtige Turinerin widmet sich einer anderen Leidenschaft: der Musik. Bis heute hat sie sechs Alben veröffentlicht, das letzte im Oktober 2017. Chansons sind ihr Steckenpferd. Früher sang Bruni ausschließlich auf Französisch, "French Touch" ist die erste Platte mit englischen Songs. Es sind Neuinterpretationen von Klassikern wie "The Winner Takes It All" oder "Highway to Hell". Sie liebe diese Lieder wie ihre eigenen, sagte sie der "Zeit" einmal.

Ihre Liebe zu den Männern war da schon komplizierter. Lange war Bruni dafür bekannt, einen Verehrer nach dem anderen zu verschleißen. Die Liste ihrer berühmten Liebhaber soll lang sein: Mick Jagger, Kevin Costner, Eric Clapton, Sean Connery. Auch der jetzige US-Präsident Donald Trump soll unter ihren Liebhabern gewesen sein. Femme fatale schien genau der richtige Ausdruck für die schöne Brünette zu sein.

Die Liebe zu Alphamännern

Doch dann heiratete Bruni am 2. Februar 2008 ausgerechnet den damaligen französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy in Paris. Ihre Liaison mit dem konservativen Politiker hatte weltweit für Aufsehen gesorgt - und für reichlich Lästereien in Politik und Medien. Doch die Liebe der beiden ist echt: Im Oktober 2011 kam die gemeinsame Tochter Giulia zur Welt. Mittlerweile sind Bruni und Sarkozy seit neun Jahren verheiratet.  

Bruni ist außerdem Mutter eines 16-jährigen Sohnes - Aurélien. Vater ihres erstgeborenen Kindes ist der französische Philosoph und Fernsehmoderator Raphaël Enthoven. "Ich liebe Alphamänner", sagte Bruni kürzlich der "Zeit". "Ich bin schließlich mit einem Alphamann verheiratet, doch der ist sehr gut erzogen, ein Gentleman."

Quelle: n-tv.de, jug/spot

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