Unterhaltung

"Angst davor, Neues zu lernen" Dr. Dre begrüßt KI-Einsatz in der Musikbranche

24.08.2026, 11:41 Uhr
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Dr. Dre steht KI in der Musikwelt positiv gegenüber. (Foto: IMAGO/UPI Photo)

Die Verwendung von künstlicher Intelligenz ist auch in der Musikbranche ein Thema, das polarisiert. Rapper und Produzent Dr. Dre spricht sich für den Einsatz von KI aus - und findet deutliche Worte für ihre Gegner.

Als Hip-Hop-Produzent zeichnet Dr. Dre verantwortlich für Charterfolge von Künstlern wie Snoop Dogg, Eminem, 50 Cent oder Kendrick Lamar. Gemeinsam mit Suge Knight gründete er das legendäre Rap-Label Death Row Records. Auch als Solo-Künstler feierte er mit drei Alben, die 1992, 1999 und 2015 erschienen, Charterfolge.

Diese mögen nun schon etwas zurückliegen, doch dem Fortschritt verstellt sich der heute 61-Jährige dennoch nicht. So outet sich Dr. Dre nun in einem Interview mit der "New York Times" beim Thema künstliche Intelligenz (KI) als Befürworter, was ihren Einsatz in der Musikbranche angeht. Er sehe in KI keine Gefahr, sondern vielmehr ein "neues Werkzeug für Kreativität", erklärte er der US-Zeitung gegenüber. Für KI-Kritiker zeigt er wenig Verständnis und unterstellt ihnen mangelnde Kreativität: "Ich glaube, die einzigen, die darin eine Bedrohung sehen, sind diejenigen, denen das künstlerische Schaffen schwerfällt."

"Kann es kaum erwarten"

Dr. Dre erzählte, dass er kürzlich mit Menschen diskutiert habe, die gegen den Einsatz von KI in der Musik waren. "Okay, ihr klingt wie Leute, die damals gegen die Drum-Machine gewesen wären, als sie auf den Markt kam. Oder gegen Synthesizer", habe er zu ihnen gesagt. "Manche Leute haben Angst davor, Neues zu lernen", vermutet der Musikproduzent. "Ich begrüße es", entgegne er Personen, die sich gegen KI aussprechen. Er selbst könne es "kaum erwarten zu sehen, was daraus werden wird", erklärte Dr. Dre im Gespräch mit der "New York Times".

Musikporduzent Jimmy Iovine, der gemeinsam mit ihm von der Zeitung interviewt wurde, sprang Dr. Dre bei. Er sagte, dass es etliche Produzenten gebe, die längst KI verwenden, es aber nicht zugeben.

Der Einsatz künstlicher Intelligenz steht derzeit größtenteils in der Kritik. Beim marktführenden Streamingdienst Spotify werden neuerdings Profile, hinter denen kein menschlicher Musiker steckt, markiert.

Quelle: ntv.de, csp/spot

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