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"Ich habe mich selbst verletzt" Evan Rachel Wood schildert Missbrauch

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Evan Rachel Wood spricht offen über ihre Missbrauchserfahrung und macht anderen Mut, es ihr unter dem Hashtag #IAmNotOk gleich zu tun.

(Foto: Evan Agostini/Invision/AP)

Es ist ein dunkles Kapitel in ihrem Leben und sie teilt es mit anderen. Unter dem Hashtag #IAmNotOk spricht Evan Rachel Wood über die Beziehung, die sie dazu brachte, sich selbst zu verletzen.

"Mir geht es nicht gut", gibt Evan Rachel Wood zu. Unter dem Hashtag #IAmNotOk hat die Schauspielerin gleich eine ganze Reihe von Posts auf Instagram und Twitter abgesetzt, mit denen sie ihre Erfahrungen in einer von Gewalt gezeichneten Beziehung offenlegt. "Nach zwei Jahren der Misshandlung in meiner Beziehung habe ich angefangen, mich selbst zu verletzen", schreibt Wood zu einem Foto, auf dem ihr Gesicht und ihr mit Schnittwunden überzogener Arm zu sehen sind.

Rat und Nothilfe

  • Bei Suizidgefahr: Notruf 112
  • Beratung in Krisensituationen: Telefonseelsorge (0800/111-0-111 oder 0800/111-0-222 oder 116-123, Anruf kostenfrei) oder Kinder- und Jugendtelefon (Tel.: 0800/111-0-333 oder 116-111; Mo-Sa von 14 bis 20 Uhr)
  • Bei der Deutschen Depressionshilfe sind regionale Krisendienste und Kliniken zu finden, zudem Tipps für Betroffene und Angehörige.
  • In der deutschen Depressionsliga engagieren sich Betroffene und Angehörige. Dort gibt es auch eine E-Mail-Beratung für Depressive.
  • Eine Übersicht über Selbsthilfegruppen zur Depression bieten die örtlichen Kontaktstellen (KISS).

"Wenn er mir gedroht oder mich angegriffen hat, habe ich mir in die Handgelenke geschnitten, um ihn zu entwaffnen", so Wood weiter. Den Missbrauch habe sie mit dieser Taktik jedoch immer nur kurzzeitig abwenden können. "Ich wollte den Missbrauch unbedingt stoppen, aber ich hatte zu viel Angst, ihn zu verlassen", schreibt die 31-Jährige.

Es ist nicht das erste Mal, dass Wood öffentlich über ihre schmerzhafte Vergangenheit spricht. In einem Essay für das Magazin "Nylon" beschrieb sie vor wenigen Wochen, wie sie sich mit 22 Jahren in Psychiatrie begab, nachdem sie versucht hatte, ihr Leben zu beenden. Nun lädt Wood auch andere Überlebende häuslicher Gewalt dazu ein, unter dem Hashtag #IAmNotOk von ihren Erfahrungen zu berichten.

"Man belügt sich selbst, man wird belogen"

"Wenn es passiert, ist es sehr kompliziert. Man belügt sich selbst, man wird belogen, man wird in eine gefährliche Situation verwickelt", erzählte Wood Schauspielkollege Dax Shepard in dessen Podcast "Armchair Expert".

Wood beschuldigt niemanden öffentlich. Allerdings ist festzustellen, dass sie zu dem Zeitpunkt, indem sie sich professionelle Hilfe suchte, entweder noch mit Rocker Marilyn Manson liiert oder die Verlobung des Paares gerade frisch gelöst war. Wood und Manson waren rund drei Jahre lang zusammen. Manson schilderte im Musikmagazin "Spin", sein Song "I Want to Kill You Like They Do In The Movies" sei inspiriert von dem Bedürfnis, "ihren Kopf mit einem Vorschlaghammer einzuschlagen".  Außerdem gab er an, Wood in einem Jahr an Weihnachten schätzungsweise 158-mal angerufen zu haben. Er habe sich im Gesicht und an den Händen selbst verletzt, weil er ihr "den Schmerz zeigen wollte, den sie mir angetan hat".

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Quelle: n-tv.de, ame

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