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Vanilla Ice ja, Milli Vanilli nöFab Morvan gibt Trump jetzt doch einen Korb

02.06.2026, 15:49 Uhr
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Hat es sich anders überlegt: Fabrice Morvan. (Foto: picture alliance/dpa)

Noch größer als die Feier, die Donald Trump zum 250. Geburtstag der USA plant, ist womöglich nur der Heckmeck um die Veranstaltung. Zahlreiche Künstlerinnen und Künstler sagen ihre Teilnahme ab. So nun letztlich auch das Milli-Vanilli-Gesicht Fab Morvan.

Einige haben bereits gescherzt: Jetzt würde er wenigstens mal wirklich selbst singen. Doch daraus wird nichts. Fabrice "Fab" Morvan, eines der beiden Gesichter des berühmt-berüchtigten Duos Milli Vanilli, hat seine Teilnahme an der von US-Präsident Donald Trump geplanten Feier zum 250. Geburtstag der USA schlussendlich doch abgesagt.

Morvan gab seine Entscheidung in einem Interview mit dem US-Sender CNN bekannt. Dort erklärte er, er und sein Team seien ursprünglich von einer unpolitischen Veranstaltung ausgegangen. Er wolle mit seiner Musik Menschen zusammenbringen und als Künstler für Gemeinschaft und Verbundenheit eintreten. Das sei jedoch nicht, wohin sich die Dinge entwickelt hätten, sondern in einen "Zirkus" rund um das Event. "Das ist nicht, wofür ich unterschrieben habe", so der 60-Jährige.

Vor dem Wochenende hatte Morvan noch an seinem Auftritt festgehalten - mit einer ganz ähnlichen Begründung. "Ich bin hier, um die Menschen zu unterhalten und zu vereinen, nicht um sie zu spalten", erklärte er da, weshalb er an seiner Zusage für die Feier nicht rütteln wollte.

Trump wettert mal wieder

Diverse andere Künstlerinnen und Künstler hatten zu diesem Zeitpunkt ihr Kommen bereits abgesagt, unter ihnen etwa die ehemalige Band von Lionel Richie, The Commodores, Country-Sängerin Martina McBride und Poison-Frontmann Bret Michaels. Auch der Rapper Young MC blies seinen geplanten Auftritt ab. Dies habe ihn erstmals stutzig werden lassen, gab Morvan im CNN-Interview zu. "Als ich mitbekommen habe, dass Young MC sich zurückzieht, dachte ich mir: "Das ist seltsam. Warum zieht er sich zurück? Weiß er etwas, das ich nicht weiß?'"

Die Moderatorin konfrontierte den Musiker schließlich auch mit mehreren Aussagen Trumps. Der US-Präsident hatte die Künstlerinnen und Künstler, die ihm einen Korb geben, etwa als "überbezahlte Sänger, die niemand hören will, deren Musik langweilig ist und die sich nur beschweren", bezeichnet. Und er ergänzte: "Ich möchte keine sogenannten 'Künstler', die viel zu viel Geld bekommen und nicht gut drauf sind. Ich möchte nur von gut gelaunten, smarten, erfolgreichen Leuten umgeben sein und Leuten, die wissen, wie man gewinnt."

Morvan ließ sich davon jedoch nicht aus der Reserve locken. "Ich versuche erst gar nicht, mich in diese Arena zu begeben. Ich habe mit ganz normalen Menschen zu tun. Wenn ich für sie auftrete, dann mit Liebe", vermied er galant einen Kommentar zu Trumps Verbalangriffen.

Vanilla Ice ist es egal

Morvan war Ende der 1980er-Jahre zusammen mit dem inzwischen verstorbenen Robert "Rob" Pilatus als Popduo Milli Vanilli bekannt geworden. Als herauskam, dass die beiden unter anderem bei ihrem Welthit "Girl You Know It's True" gar nicht selbst gesungen, sondern nur zur Musik getanzt und die Lippen bewegt hatten, war dies ein Riesenskandal. Morvan versuchte später, sich dennoch als echter Sänger zu etablieren und tritt bis heute auch mit den Songs auf, die ihn einst berühmt gemacht hatten.

Anders als das frühere Aushängeschild von Milli Vanilli hält Rapper Vanilla Ice, der eigentlich Robert Matthew Van Winkle heißt, an seiner Teilnahme an der Jubiläumsfeier für die USA weiter fest. So strahlte CNN auch ein aktuelles Statement von ihm aus. "Alles, was wir machen, ist den Geburtstag unseres Landes zu feiern. Was spricht dagegen? Als Entertainer sollten wir das nicht zu so etwas Politischem aufblasen. Es sollte egal sein. Ich trete für jeden auf. Ob es Bidens Familie ist oder wer auch immer", erklärte der Sänger mit Blick auf den früheren US-Präsidenten Joe Biden. Mit dieser Meinung steht er allerdings allmählich alleine da.

Quelle: ntv.de, vpr

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