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"Ich war alleine verantwortlich" Ferres berichtet über Maschmeyers Sucht

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Seit 2014 verheiratet: Veronica Ferres und Carsten Maschmeyer.

(Foto: picture alliance / dpa)

Im Jahr 2003 entwickelt Investor Carsten Maschmeyer eine schwere Tablettensucht, aus der er sich erst Jahre später befreien kann. Gerettet hat ihn seine heutige Ehefrau Veronica Ferres. Diese spricht nun erstmals über die schwere Zeit.

Im September 2021 machte Carsten Maschmeyer auf Instagram öffentlich, von 2003 bis 2010 von Schlafmitteln abhängig gewesen zu sein. "Der Tiefpunkt meines Lebens war eine Tablettensucht vor über zehn Jahren", schrieb der aus der Vox-Show "Die Höhle der Löwen" bekannte Investor damals. Wegen des "Drucks an der Börse" sei er süchtig geworden und habe eine immer höhere Dosis genommen. "Als Nebenwirkung der Pillen kam eine Depression dazu", erklärte der 62-Jährige weiter.

Mitten in seiner Sucht, im Jahr 2009, lernte er seine jetzige Frau, Veronica Ferres, kennen. Nun hat die Schauspielerin erstmals darüber gesprochen, wie sie diese Zeit erlebt hat. "Ich habe damals gesagt: 'Wir sind jetzt nicht mehr zusammen als Mann und Frau, aber ich werde dich da wie eine Schwester durchführen'", erklärte Ferres in der Talkshow "Bestbesetzung" von Johannes B. Kerner, die ab Donnerstag bei Magenta TV läuft. "Ob wir danach noch eine Chance haben, das werden wir dann sehen", habe sie zu Maschmeyer gesagt, der sich 2010 in Therapie begab.

"Hätte leicht anders ausgehen können"

Obwohl sie sich der großen Verantwortung bewusst war, die auf ihr lastete, stand die 56-Jährige ihrem Partner zur Seite. "Ich war alleine verantwortlich für sein Leben, was hochgradig gefährdet war. Das hätte auch ganz leicht anders ausgehen können." Doch zur Freude aller überstand Maschmeyer seine Suchtprobleme. Das Paar heiratete 2014 und führt seitdem eine skandalfreie Ehe.

Maschmeyer wuchs in Hildesheim in einfachen Verhältnissen auf und startete seine Karriere in Hannover. Inzwischen lebt er mit Ferres zusammen in München. Sein Millionenvermögen verdankt er vor allem dem von ihm gegründeten Finanzdienstleister Allgemeiner Wirtschaftsdienst (AWD). Ende 2007 verkaufte er die Firma an einen Schweizer Lebensversicherer.

Nach eigenen Worten machte der 62-Jährige seine Geschichte im September öffentlich, um andere vor Überarbeitung, Burnout und Tablettensucht zu bewahren. In seinem Buch "Die sechs Elemente des Erfolgs - So verändern Sie Ihr Leben" gibt er Tipps für ein mental gesundes Leben. Darin äußert er sich auch zu der Belastung, die seine Sucht für seine Beziehung darstellte: "Ich war mir selbst so fremd wie nie zuvor, aber gewillt, dafür zu kämpfen, dass sich alles ändert, dass dieser Tag der erste Tag meines neuen Lebens wird!"

Quelle: ntv.de, lpe

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