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"Frei erfundene Geschichten" Florian Silbereisen knöpft sich Presse vor

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Über das, was in der Presse steht, kann er sich schon mal aufregen: Florian Silbereisen.

(Foto: imago images/Christian Schroedter)

Wer prominent ist, muss mitunter auch unschöne Dinge über sich in der Presse lesen. Oder sogar erfundene. Davon kann auch Florian Silbereisen ein Lied singen, insbesondere wenn es um seine Zeit an der Seite von Helene Fischer geht. Nun keilt er zurück.

Florian Silbereisen und Helene Fischer haben ihr privates Glück gern in der Öffentlichkeit zelebriert. Jedenfalls verging keine Show der Schlagerqueen ohne ausschweifende Lobeshymnen auf ihren "Flori". Abseits der Bühne jedoch schirmte das Paar seine Beziehung strikt vor allzu neugierigen Blicken ab. So strikt, dass sich auch so manches Gerücht um das Verhältnis der beiden rankte.

Silbereisen hat offenbar nicht immer gefallen, was er über sich und die Frau an seiner Seite über Jahre in der Presse lesen musste. Und auch heute noch hadert er mit so mancher Darstellung in den Medien, wie er nun in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa) zum Ausdruck bringt. Schließlich, so Silbereisen, entsprächen die Berichte oftmals nicht der Wahrheit.

"Ich habe Privates schon immer möglichst privat gehalten und das ist mir, im Rahmen der Möglichkeiten, auch gut gelungen. Dass in den bunten Blättern seit Jahren über mein Privatleben spekuliert wird und ständig neue, völlig frei erfundene Geschichten über mich erzählt werden, ist manchmal nervig, aber viele 'Geschichtenerzähler' arbeiten unter dem Deckmantel 'Journalisten' und berufen sich auf die Pressefreiheit", poltert der 39-Jährige in dem Gespräch los.

Ein Jahr "Traumschiff"

Eine Erklärung, warum das seiner Ansicht nach so ist, liefert Silbereisen gleich mit: "Offensichtlich lassen sich Geschichten mit mir sehr gut verkaufen und deshalb werden immer weiter Geschichten erfunden. Mit Journalismus, Pressefreiheit und meinem Privatleben hat das aber rein gar nichts zu tun."

Auch als ihn die Interviewerinnen danach fragen, was er denn im außergewöhnlichen Corona-Jahr 2020 womöglich über sich selbst gelernt habe, platzt es aus Silbereisen noch einmal heraus. "Schauen Sie, nun würde ich ihnen gern von meinen neu hinzugewonnenen Kochkünsten erzählen, die aus meiner Sicht wirklich sensationell sind. Aber schon hätten die gerade erwähnten 'Geschichtenerzähler' wieder einen neuen Anlass für viele neue Geschichten."

Mehr Freude bereitet es dem Moderator anscheinend, über seine eigene Geschichte als "Traumschiff"-Kapitän zu erzählen. Ein Jahr ist es her, dass er die Rolle in dem ZDF-Serien-Dampfer übernahm. Am 26. Dezember wird er in der Folge "Kapstadt" abermals als Kapitän Max Parger zu sehen sein.

Plötzlich Fernweh

"Es ist für mich immer etwas Besonderes, für das Traumschiff in die Kapitänsuniform zu schlüpfen. Es fühlt sich gut an und es macht mir viel Spaß. Und nach wie vor ist es für mich eine große Ehre, Teil dieser Kultserie zu sein, die für Millionen Menschen als fester Bestandteil zu Weihnachten und Neujahr dazugehört", erklärt Silbereisen seine Begeisterung für die Rolle.

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Nicht ganz so begeistert ist er dagegen verständlicherweise über die Einschränkungen, die die Corona-Pandemie auch ihm beschert hat. "Es gab bei mir schon oft Jahre, in denen ich nicht groß verreist bin und ich hatte deshalb nie Fernweh. Ich bin nämlich sehr gern daheim. In diesem Jahr hatte ich aber plötzlich solches Fernweh wie noch nie", weiß Silbereisen zu berichten. Und auch hierfür hat er eine Erklärung: "Erstens: Ich hatte noch nie so viel freie Zeit. Keine Tournee, keine Konzerte, Galas und so weiter. Und zweitens: Wenn etwas nur eingeschränkt möglich oder sogar verboten ist, wollen wir es noch viel mehr. Reisen bedeutet Freiheit und meine Generation musste sich mit dem Thema Reiseeinschränkungen oder gar Verzicht noch nie zuvor beschäftigen. Das sollte uns alle demütig machen."

Er hoffe nun darauf, "dass der Impfstoff uns hilft, irgendwann wieder zur Normalität zurückzukommen", sagt Silbereisen. Normalität heißt für ihn aber wohl auch, weiterhin die eine oder andere "Geschichte" über sich in der Zeitung lesen zu müssen. Aber, lieber Florian, wie hieß doch noch gleich der größte Hit deiner Band Klubbb3? "Du schaffst das schon"!

Quelle: ntv.de, vpr/dpa