Unterhaltung

"Ich war total perplex" Furtwängler knöpft sich Claus Kleber vor

kleber.JPG

Fanden im "Heute Journal" nicht zueinander: Maria Furtwängler und Claus Kleber.

(Foto: Screenshot ZDF Mediathek)

Im Juli kommt es zum Eklat: Im "Heute Journal" bezieht "Tatort"-Star Maria Furtwängler zu einer Studie zum Geschlechterverhältnis bei Film und Fernsehen Stellung. Doch das Interview gerät außer Kontrolle. Nun nimmt sich die Schauspielerin den Moderator vor.

Claus Kleber gilt als profilierter Journalist. Seit 2003 ist er ein Aushängeschild des "Heute Journals" beim ZDF. Doch jeder hat bekanntlich mal einen schlechten Tag. Für Kleber war der 12. Juli dieses Jahres so einer. Da interviewte er Maria Furtwängler.

Die Schauspielerin, nicht zuletzt bekannt als Kommissarin Charlotte Lindholm im "Tatort", war in dem Nachrichtenjournal des Mainzer Senders aus Berlin zugeschaltet. Im Gespräch mit Kleber sollte sie auf eine Studie eingehen, die im Auftrag der von ihr gegründeten Stiftung "MaLisa" durchgeführt worden war. Die Untersuchung setzte sich mit den Geschlechterrollen im Bereich von Funk und Fernsehen auseinander. Unter anderem kam sie zu dem Ergebnis, dass nur ein Drittel der Akteure in der Branche weiblich seien. Zudem hätten Frauen, je älter sie würden, immer schlechtere Karten - wenn sie in Filmen oder Fernsehsendungen auftauchten, seien sie meist unter 30.

"Wusste nicht, wie mir geschieht"

Kleber schien das Ergebnis der Studie jedoch nicht so recht zu gefallen. Ungewöhnlich scharf gab er Furtwängler Kontra und schoss dabei über das Ziel des kritischen journalistischen Nachfragens hinaus. Wohl auf seiner subjektiven Wahrnehmung beruhend, erklärte er etwa, in Nachrichtenformaten würden doch Frauen sogar dominieren. Indirekt unterstellte er der Schauspielerin, die Menschen "umerziehen" zu wollen und eine Agenda zu verfolgen.

Furtwängler lässt nun im Interview mit dem "Stern" das unglückliche Aufeinandertreffen mit Kleber noch einmal Revue passieren. "Ich war total perplex von Klebers Reaktion. Wir hatten davor noch nett miteinander geflachst. Und dann ging das Interview los und ich wusste überhaupt nicht, wie mir geschieht", verrät die 51-Jährige im Gespräch mit dem Magazin.

Gängige Klischees

Sie sei vor allem konsterniert gewesen, erklärt Furtwängler weiter. "Hätte ich das Gefühl gehabt, dass es unverschämt ist, hätte ich vielleicht zurückgehauen." Im Nachhinein betrachtet sei es aber gut, dass sie sich nicht provozieren ließ und ruhig geblieben sei. "Das Schöne war, dass er einige gängige Klischees hochgeholt hat", freut sich die Schauspielerin im Nachhinein. Ein Stück weit nimmt sie den Moderator dann aber auch in Schutz: "Ich denke, er wollte nur provozierend fragen, damit das nicht zu schmusig wird."

Wie Kleber inzwischen wirklich über das Interview denkt, weiß Furtwängler allerdings nicht: "Ich habe danach leider nicht mehr mit ihm gesprochen."

Quelle: n-tv.de, vpr

Mehr zum Thema