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"Ich lebe vom Dispo"Gaby Köster schildert finanzielle Sorgen

17.06.2026, 12:10 Uhr
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Ein Schlaganfall veränderte von heute auf morgen alles bei ihr: Gaby Köster. (Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress)

Es ist das Jahr 2008. Gaby Köster ist gerade mal 46, als sie ein Schlaganfall trifft und aus ihrer erfolgreichen Comedy-Karriere reißt. Danach ist nichts mehr wie zuvor. Auch finanziell geht es der heute 64-Jährigen inzwischen nicht mehr gut, wie sie nun offenbart.

Von "Ritas Welt" über "RTL Samstag Nacht" bis hin zu "7 Tage, 7 Köpfe" - in den Jahren vor und nach der Jahrtausendwende ist Gaby Köster aus kaum einem Comedy-Format im Fernsehen wegzudenken. Auch mit ihren Bühnenprogrammen feiert die gebürtige Kölnerin mit rheinländischer Schnodderschnauze damals Erfolge. Doch dann muss sie 2008 ihre Tournee "Wer Sahne will, muss Kühe schütteln" plötzlich abbrechen.

Erst drei Jahre später wird offiziell bekannt, weshalb sich die Comedienne auf einmal aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hatte: Köster hatte im Januar 2008 einen Schlaganfall erlitten. Einen Monat zuvor war sie gerade mal 46 geworden.

Köster versuchte, sich danach zurück ins Leben zu kämpfen. Sie trat wieder auf und verfasste ein Buch namens "Ein Schnupfen hätte auch gereicht - meine zweite Chance", in dem sie ihren Schicksalsschlag verarbeitete. Dennoch ist heute nichts mehr wie zuvor, wie sie bereits im Mai in einem Interview bei "Stern TV" deutlich machte. Sie sei etwa bei vielen alltäglichen Dingen inzwischen auf Hilfe angewiesen, erklärte sie dort und ergänzte: "Das ist für mich das Allerschlimmste, weil ich früher alles allein gemacht habe."

"Schon ein Riesendrama"

Pro Monat müsse sie "um die 1000 Euro" für Medikamente bezahlen, verriet Köster zudem und gab zu bedenken: "Wenn man keinen Job hat, ist das schon ein Riesendrama."

Jetzt hat die mittlerweile 64-Jährige in einem Interview mit dem Magazin "Bunte" ein weiteres Mal offen darüber gesprochen, dass sie heute auch finanzielle Sorgen quälen. "Die Rücklagen aus den guten Zeiten sind längst aufgebraucht", gibt Köster preis. "Ich lebe vom Dispo und habe mein Haus beliehen. Das macht mir wirklich schlaflose Nächte", fügt sie hinzu.

Dabei denkt die Mutter eines 33-jährigen Sohnes jedoch nicht nur an sich. "Ich wollte niemals, dass mein Sohn von mir Schulden erbt", sagt sie. Ihr Kind, das aus Kösters 2005 geschiedener Ehe mit Regisseur Thomas Köller stammt, scheint sie wiederum unterstützen zu wollen. "Er hat mal zu mir gesagt: 'Mama, mein Schatz - wenn ich mit dem Studium fertig bin, dann verdiene ich gut, das reicht für uns beide.' Da hätte ich fast geweint", so Köster.

"Einsam bin ich nicht"

Die Kölnerin erinnert sich im "Bunte"-Gespräch auch noch einmal an ihre Zeit im Krankenhaus zurück. Damals habe sie die Ärzte darüber sprechen hören, "dass sie keinen Pfifferling mehr darauf geben würden, dass ich es überlebe". Das im Hinterkopf, gehe es ihr heute an sich gut. "Blöd ist nur, dass mein linker Arm nicht mehr richtig mitspielen möchte und das Gehen noch immer sehr mühsam ist", erklärt Köster.

Zwar lebe sie heute allein in ihrem Haus, so Köster, aber: "Einsam bin ich nicht." Sie male, lese viel oder sei mit ihrem E-Rolli unterwegs. Sie genieße schöne Momente inzwischen intensiver als früher. Und überhaupt: "Ich bin immer glücklich, wenn die Sonne scheint."

Quelle: ntv.de, vpr

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