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Childish Gambino räumt ab Grammy für besten Song geht erstmals an Rapper

Childish Gambino gehört zu den großen Gewinnern des Abends: Bei den Grammys wird der Musiker gleich mehrfach ausgezeichnet und holt als erster Rapper den begehrten Hauptpreis. Auch Lady Gaga und Ariana Grande haben allen Grund zum Jubeln. Für den überraschendsten Moment der Gala sorgt allerdings eine andere.

Als erster Rapper hat Childish Gambino den Grammy für das beste Lied des Jahres gewonnen. Bei der Verleihung des US-Musikpreises in Los Angeles wurde er für sein politisch aufgeladenes Stück "This Is America" geehrt. Mit dem Song setzte sich der Musiker unter anderem gegen Drake mit "God's Plan" sowie Kendrick Lamar und SZA mit "All The Stars" durch.

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Childish Gambino, der mit bürgerlichem Namen Donald Glover heißt, verfasste den Titel zusammen mit dem schwedischen Songschreiber Ludwig Göransson. Auch das dazugehörige Musikvideo, das sich mit Rassismus und Waffengewalt in den USA auseinandersetzt, wurde geehrt - mit dem Preis für das beste Musikvideo des Jahres. Zudem wurde "This is America" als beste Aufnahme gekürt.

Preisträger Glover war allerdings bei der Show nicht anwesend. Es war möglicherweise ein Zeichen für die schwierige Beziehung zwischen den Grammy-Veranstaltern und der Rap- und Hip-Hop-Szene, die sich in der Vergangenheit bei den Preisvergaben nicht genügend berücksichtigt fühlte. Auch Beyoncé und Jay-Z, Taylor Swift und Kendrick Lamar blieben der Gala fern.

Tränenreicher Auftritt von Lady Gaga

Den Grammy für das beste Album des Jahres holte Kacey Musgraves mit "Golden Hour". Ebenfalls nominiert waren hier Rapper Drake, Kendrick Lamar und Cardi B. Die 30-jährige Countrysängerin gewann insgesamt vier Grammys und wurde auch in der Country-Sparte für die beste Solo-Darbietung geehrt.

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Lady Gaga konnte gleich drei Grammys abstauben.

(Foto: REUTERS)

Grund zum Jubeln gab es auch für Lady Gaga und Bradley Cooper. Sie gewannen mit dem Song "Shallow" aus dem Musikfilm "A Star Is Born" einen Grammy für die beste Pop-Duo-Darbietung. Unter Tränen nahm Gaga bei der Gala die Trophäe entgegen. Ihr Dank gelte Mit-Hauptdarsteller Cooper, der aktuell in England für die Verleihung der britischen Filmpreise weile, sagte die Sängerin und Schauspielerin.

Für Gaga war es der dritte Grammy des Tages. Bei einer vor der Hauptshow abgehaltenen Zeremonie, an der sie nicht teilnahm, war sie unter den Gewinnern der Auszeichnung für den besten Song für visuelle Medien. Diesen Grammy teilt sie sich mit den Co-Songschreibern Mark Ronson, Andrew Wyatt und Anthony Rossomando. Zudem räumte Gaga mit ihrem Song "Joanne (Where Do You Think You're Goin'?)" die Auszeichnung für die beste Pop-Solo-Darbietung ab.

Erster Grammy für Ariana Grande

Als beste neue Künstlerin des Jahres wurde die britische Sängerin Dua Lipa ("New Rules") ausgezeichnet. Die 23-Jährige verwies in ihrer Dankesrede darauf, dass dieses Jahr viele großartige Künstlerinnen für Preise in den insgesamt 84 Kategorien nominiert worden seien.

Auch Sängerin Ariana Grande gewann in Abwesenheit ihren ersten Grammy. Sie bekam den Musikpreis in der Kategorie bestes Popalbum für "Sweetener" und setzte sich damit gegen Taylor Swift, Kelly Clarkson, Pink, Shawn Mendes und Camila Cabello durch. Bei Instagram schrieb Grande, dass ihr Grammy-Erfolg "wild und wunderschön" sei.

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Posthum erhielt der verstorbene Rocksänger Chris Cornell einen Grammy. Seine Tochter Toni und sein Sohn Christopher holten den Preis für den besten Rockmusik-Beitrag für Cornells Song "When Bad Does Good" ab. Die Aufnahme war im Rahmen eines Albums nicht veröffentlichter Musik im vergangenen Jahr herausgegeben worden. Cornell starb 2017 im Alter von 52 Jahren.

Michelle Obama überrascht

Der von Sängerin Alicia Keys moderierte Abend wurde über dreieinhalb Stunden klar von Frauen beherrscht. Unter anderem waren Auftritte von Lady Gaga, Janelle Monáe, Jennifer Lopez und H.E.R. zu sehen. Besonders gefeiert wurden Soul-Sängerin Diana Ross und Country-Musikerin Dolly Parton.

Einen besonderen Auftritt legte die ehemalige First Lady der USA hin: Michelle Obama kam als Überraschungsgast auf die Bühne und erntete viel Applaus. "Ob wir Country, Rap oder Rock mögen: Musik hilft uns dabei, uns selbst, unsere Würde und unser Leid, unsere Hoffnungen und Freude zu teilen", sagte Obama. "Musik hat mir immer geholfen, meine Geschichte zu erzählen. Und ich weiß, das trifft für jeden hier zu."

Quelle: n-tv.de, hny/dpa/AFP

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