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"Sein Kampf ist nun vorbei"Hardcore-Legende Lou Koller ist tot

25.07.2026, 12:31 Uhr
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Lou Koller beim Copenhell Festival 2023 - ein Jahr, bevor seine schwere Krebserkrankung festgestellt wurde. (Foto: IMAGO/Gonzales Photo)

Die Welt der harten Musik trauert um Lou Koller: Der Frontmann der NYHC-Band Sick of It All machte vor zwei Jahren seine schwere Krebserkrankung öffentlich. Nun ist sein Kampf im Alter von 59 Jahren zu Ende.

Mit seiner Band Sick of It All stieg Lou Koller einst zu einer Legende des New-York-Hardcore auf, über Jahrzehnte begeisterte die Gruppe um den Sänger und seinen Bruder Pete Freunde grooviger Härte - mit wütend und gnadenlos ins Volk geshoutetem Gesang und einer wilder Bühnenshow. Sick of It All haben Tausende Shows rund um die Erde gespielt, ließen die größten Festivals des Genres explodieren und beeinflussten unzählige Bands und Musiker. Nun ist Lou Koller im Alter von 59 Jahren gestorben. Der Tod des energetischen Frontmanns dürfte zugleich das Ende der Band bedeuten.

"Mit unvorstellbarer Trauer geben wir unserer weltweiten Hardcore-Familie den Tod unseres Bruders Lou Koller bekannt. Die Trauer, die wir in diesem Moment empfinden, ist überwältigend", verkündete die Band in einem Statement. "Wir haben einen geliebten Freund und einen legendären Frontmann verloren. Lou hatte die Gabe, bei unseren Konzerten mit einem Lächeln und einer sarkastischen Bemerkung die Stimmung aller zu heben, und er begeisterte die Menschen überall, wo wir auftraten - aus allen Kulturen und allen Ecken der Welt."

"Sein Kampf ist nun vorbei"

Vor zwei Jahren hatte Koller seine Krebserkrankung öffentlich gemacht. Ärzte hatten einen Tumor in seiner Speiseröhre entdeckt, der bis in den Magen reichte, die Band unterbrach daraufhin ihre Tour. Über eine von seinem Bruder Pete initiierte Kampagne spendete die weltweite Hardcore-Gemeinde binnen weniger Tage Hunderttausende Dollar, um die Behandlung des Musikers zu finanzieren. 2025 verkündete Koller, er sei krebsfrei - doch die Krankheit kannte keine Gnade. Auf die Bühne kehrten Sick of It All nie wieder zurück.

"In dieser Zeit tiefer Trauer möchten wir noch einmal die große Hilfe und Unterstützung all jener würdigen, die für Lous medizinischen Hilfsfonds gespendet haben. Ihr alle habt dazu beigetragen, dass Lou sich während seines Kampfes in den letzten zwei Jahren ganz besonders und sehr geliebt gefühlt hat", schreibt die Band nun. "Sein Kampf ist nun vorbei, und er kann endlich ruhen. Hoffentlich kann er irgendwie noch sehen und spüren, welche schönen, positiven Spuren er in der Welt hinterlassen hat."

"Unglaublich traurig"

Lou Koller hatte die Band 1986 mit seinem Bruder in Queens gegründet, 1989 veröffentlichten Sick of It All ihr Debütalbum "Blood, Sweat and No Tears". Durch ständiges Touren, einzigartige Liveshows und starke Alben stiegen die New Yorker neben Gruppen wie Agnostic Front und den Cro-Mags schnell zu einer der prägendsten Bands ihres Genres auf. 2018 veröffentlichten sie ihr letztes Album "Wake the Sleeping Dragon!" und waren seitdem regelmäßig auf Tour.

Unter der Nachricht vom Tod des legendären Frontmanns kondolierten schnell zahlreiche prominente Weggefährten von Sick Of It All: "Mein tiefstes Beileid. Wir alle lieben dich, Lou! Du warst der Beste, der Coolste und eine riesige Inspiration für uns alle! Wir werden dich schrecklich vermissen", schrieb die deutsche Rocklegende Doro. Pro-Pain, wie Koller Ur-Gesteine des NYHC, verabschiedeten sich von ihrem "langjährigen, aufrichtigen Freund": "Lou hat unser aller Leben auf unglaubliche Weise geprägt. Wir werden sein Leben feiern und jeden Abend von der Bühne aus an ihn denken."

Suicidal Tendencies trauern ebenfalls: "Das ist so unglaublich traurig. Mit all unserer Liebe und unserem Respekt!" Metallica, die größte Metalband des Planeten, hinterließ ein gebrochenes Herz.

Quelle: ntv.de, ter

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