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Nach Tod von Säugling Hasskommentare gegen Influencer - Staatsanwaltschaft ermittelt

09.03.2026, 19:42 Uhr
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Das Pärchen wird durch die Reality-TV-Sendung "Temptation Island VIP" bekannt. (Foto: picture alliance/dpa/RTL)

Die Reality-TV-Stars Lisa-Marie Straube und Furkan Akkaya wollen um ihren verstorbenen Sohn trauern. Doch nach dem Tod ihres vier Monate alten Babys hagelt es Hasskommentare im Netz. Nach mehreren Anzeigen des Paares nimmt die Staatsanwaltschaft nun Ermittlungen auf.

Verächtliche Internetkommentare zum plötzlichen Tod des Babys der Influencerin Lisa-Marie Straube und ihrem Mann Furkan Akkaya beschäftigen nun die Staatsanwaltschaft. Es sei ein Ermittlungsverfahren wegen des Anfangsverdachts der Beleidigung von der Staatsanwaltschaft Dortmund gegen einen Beschuldigten aus Salzgitter übernommen worden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Braunschweig.

Den Angaben der Staatsanwaltschaft Braunschweig zufolge hatte die Influencerin ein Posting im Internet zur Anzeige gebracht, in dem ihr und ihrem Partner vorgeworfen wurde, den Tod ihres Kindes öffentlichkeitswirksam zu vermarkten. Dabei sei unter anderem behauptet worden, dem toten Kind gehe es jetzt besser. Nun werde geprüft, ob die Äußerungen strafrechtlich als Beleidigung oder noch als - wenn auch pietätlose - Meinungsäußerung zu bewerten seien.

Das Verfahren war wegen des Wohnsitzes des Beschuldigten von der Staatsanwaltschaft Dortmund nach Niedersachsen verwiesen worden, ein weiteres Ermittlungsverfahren soll wegen des Wohnsitzes eines weiteren möglichen Verfassers von der Staatsanwaltschaft in Wuppertal geprüft werden.

Das zuletzt in Dortmund lebende Pärchen hatte an der RTL-Treuetest-Realityshow "Temptation Island VIP" teilgenommen - und im Anschluss geheiratet und zwei Kinder bekommen. Im Februar berichteten die beiden auf der Plattform Instagram vom plötzlichen Tod ihres jüngsten Sohnes Xavi im Alter von vier Monaten.

Laut mehrerer Medienberichte war die Familie daraufhin im Internet verbal angegriffen und beleidigt worden. Straube erstattete demnach mehrere Anzeigen gegen die Verfasser solcher Hasskommentare. "Besonders diejenigen, die unser totes Kind mit dem Abscheulichsten beleidigt haben, will ich vor Gericht in die Augen sehen", sagte sie der "Bild"-Zeitung.

Quelle: ntv.de, mwa/dpa

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