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Johnny Depp erzwingt Offenlegung Hat Amber Heard wirklich gespendet?

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Der Rosenkieg geht in die nächste Runde: Johnny Depp und Amber Heard.

(Foto: dpa / Collage: ntv.de)

Sieben Millionen Dollar zahlte Johnny Depp an Amber Heard nach ihrer Kurzzeit-Ehe. Geld, das die Schauspielerin hoch und heilig zu spenden versprach. Doch hat sie das wirklich getan? Das müsse nun offengelegt werden, urteilt ein New Yorker Gericht.

Die Ehe von Johnny Depp und Amber Heard hielt kaum länger als ein Jahr. Der Rosenkrieg seit ihrer Scheidung tobt dagegen nun schon über vier Jahre. Der "Der Fluch der Karibik"-Star musste dabei zuletzt eine empfindliche Niederlage einstecken. Schließlich verlor er in London einen aufsehenerregenden Prozess gegen das Boulevard-Blatt "The Sun", das ihn als "Frauenschläger" tituliert hatte.

Doch die Schlacht zwischen Depp und Heard ist deshalb noch lange nicht geschlagen. So kämpft der Schauspieler auch vor Gerichten in den USA weiterhin um seinen guten Ruf. Hier erzielt er nun einen Teilerfolg, wie US-Medien übereinstimmend berichten.

Alles nur ein Lippenbekenntnis?

Konkret geht es um die Abfindung, die Depp seiner Ex nach der im Januar 2017 rechtskräftig vollzogenen Scheidung gezahlt hat. Sieben Millionen Dollar wanderten seinerzeit vom Konto des heute 58-Jährigen auf das seiner 23 Jahre jüngeren Verflossenen. Heard versprach damals hoch und heilig, die gesamte Summe zu spenden - wohl auch unter dem Eindruck der öffentlichen Spekulationen, ihr sei es bei der Ehe mit Depp nur darum gegangen, den Hollywood-Star auszunutzen.

Im andauernden Rosenkrieg musste sich Heard jedoch immer wieder den Vorwurf gefallen lassen, bei der von ihr angekündigten Spende habe es sich um ein bloßes Lippenbekenntnis gehandelt. Dass sie das Geld wirklich wohltätigen Zwecken zukommen ließ, ist bis dato unbewiesen. Jetzt aber kommt die Schauspielerin wohl nicht länger umhin, tatsächlich Farbe zu bekennen, was mit den sieben Millionen geschehen ist.

Wie zunächst "USA Today" berichtete, ordnete ein New Yorker Gericht die Offenlegung der angeblichen Spendenzahlung an. Die "Amerikanische Bürgerrechtsunion" (ACLU), der neben einer Kinderklinik in Los Angeles das Geld zugute kommen sollte, muss demnach öffentlich machen, ob die Millionen wirklich bei ihr angekommen sind.

Johnny Depp ist "hocherfreut"

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"Herr Depp ist über die Gerichtsentscheidung hocherfreut", wird mit Benjamin Chew ein Anwalt des Schauspielers zitiert. Andrew Caldecott, ein weiterer Rechtsbeistand des Stars, hielt Heard vor, ihre Behauptung, das Geld spenden zu wollen, sei eine "kalkulierte und manipulative Lüge” gewesen. Depp sei dadurch von Anfang an in die Defensive gedrängt worden. Caldecott behauptete zudem, die Kinderklinik in Los Angeles habe bereits 2019 erklärt, keine Spendenzahlungen von Heard erhalten zu haben.

Die Frage, was mit dem Geld geschehen ist, war auch schon im Londoner Prozess rund um "The Sun" Thema. Hier wiesen die Anwälte des Zeitungsverlags den Vorwurf, Heard habe gelogen, unter anderem mit dem Hinweis zurück, die Schauspielerin habe lediglich versprochen, das Geld "über zehn Jahre" zu spenden. Souverän klingt das tatsächlich nicht gerade.

Quelle: ntv.de, vpr

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