Unterhaltung

Jahrelang als 007 im GesprächIdris Elba will keinen "woken" James Bond

09.06.2026, 12:29 Uhr
00:00 / 03:38
Celebrities-arrive-at-A-House-Of-Dynamite-premiere-on-day-7-of-the-82nd-Venice-International-Film-Festival-Featuring-Idris-Elba-Where-Venice-Italy-When-02-Sep-2025-Credit-Andrea-Raffin-KIKA-Press-Cover-Images-NOT-AVAILABLE-FOR-PUBLICATION-IN-ITALY
Mittlerweile fühlt er sich zu alt für James Bond: Idris Elba. (Foto: picture alliance / Cover Images)

Über kaum einen anderen Schauspieler wurde lange als möglicher James-Bond-Darsteller spekuliert wie über Idris Elba. Doch der mittlerweile 53-jährige Brite mit schwarzer Hautfarbe ist es nie geworden. Gewundert habe ihn das nicht, erklärt er nun.

Entgegen jahrelanger hartnäckiger Gerüchte sah sich der britische Schauspieler Idris Elba selbst eigenen Angaben zufolge nie als nächster James Bond. "Ich habe das immer für unrealistisch gehalten", erklärte der 53-Jährige dem "GQ"-Magazin.

Ein schwarzer Schauspieler als Geheimagent 007 komme "realistisch gesehen in manchen Märkten einfach nicht an", sagte Elba. "Bond ist auf der ganzen Welt groß." Und nicht alle Zuschauerinnen und Zuschauer würden "auf einen schwarzen Mann, einen afrikanischen Mann, stehen, der Bond spielt". "Das ist nicht das, was sie in ihrer Kultur mögen. Punkt."

Elba wuchs in London auf, seine Eltern stammen aus Sierra Leone und Ghana. Der Brite spielte in Serien wie "The Wire" und "Luther" mit. Dank seiner coolen Aura und seines Charismas hatten manche in ihm den ersten schwarzen James Bond gesehen. Gerüchte um Elbas Nachfolge für den letzten 007-Darsteller Daniel Craig hielten sich mehr als zehn Jahre, obwohl Elba selbst sie immer wieder dementierte. Im vergangenen Monat hatte er dem "People"-Magazin gesagt, dass er inzwischen zu alt für die Rolle sei.

"Er sollte britisch sein"

"James Bond wurde aus gutem Grund so geschrieben, wie er geschrieben wurde", sagte Elba nun. Die Gerüchte hätten ihm dennoch geschmeichelt. Zu möglichen größeren Änderungen an der Bond-Besetzung sagte der Brite: "Bond ist so unrealistisch, dass ein Hauch von Realität gut ist, aber wir sollten nicht versuchen, ihn 'woke' zu machen. Ich denke, man muss dem treu bleiben, was es ist: Eskapismus."

Produzentin Barbara Broccoli hatte schon vor Jahren ausgeschlossen, dass Bond von einer Frau gespielt werde, war aber offen für eine andere Hautfarbe des Darstellers. "Er sollte britisch sein und britisch kann jede Ethnie sein", sagte sie 2021 dem Magazin "The Hollywood Reporter".

Noch ist nicht bekannt, wer die Nachfolge des bisherigen 007 Daniel Craig antreten soll. Britische Medien bringen ständig neue, angebliche Favoriten als Nachfolger ins Gespräch.

Viele Namen im Gespräch

In den Schlagzeilen tauchten neben Elba unter anderem Henry Cavill, Tom Hardy, Richard Madden und Aaron Taylor-Johnson auf. Mit "Bridgerton"-Star Regé-Jean Page wurde auch ein weiterer schwarzer Schauspieler als Daniel Craig-Nachfolger gehandelt. Auch der Name von Callum Turner, seit Kurzem Ehemann von Popstar Dua Lipa, fällt bei den Gerüchten immer wieder.

Beim nächsten Bond-Film soll Denis Villeneuve Regie führen. Der letzte James-Bond-Streifen "Keine Zeit zu sterben" mit Daniel Craig in der Hauptrolle war 2021 erschienen.

Quelle: ntv.de, vpr/dpa

FilmJames BondKino