"Das Modell ist nicht für jeden"Isabell Horn gibt Einblick in ihre offene Beziehung

Zwölf Jahre Beziehung, zwei Kinder - und ein ungewöhnlicher Schritt: Ex-GZSZ-Star Isabell Horn und ihr Partner leben nicht mehr monogam. Nun räumt die Schauspielerin mit Vorurteilen auf und erklärt unter anderem, warum diese Entscheidung kein "Rettungsversuch" war.
Mit ehrlichen Worten sorgt Isabell Horn derzeit für Gesprächsstoff. Die ehemalige "Gute Zeiten, schlechte Zeiten"-Darstellerin gibt auf Instagram einen Einblick in ihre offene Beziehung - und erklärt, warum sie und ihr Partner sich nach mehr als einem gemeinsamen Jahrzehnt für ein nicht klassisches Modell entschieden haben. Dabei gibt sie aber auch zu: "Das ist manchmal auch unbequem."
Seit zwölf Jahren ist Horn mit Jens Ackermann liiert, gemeinsam haben sie zwei Kinder. Dass sie ihre Beziehung geöffnet haben, hatte die Schauspielerin bereits 2025 im Podcast "Alle meine Eltern - Der Real Talk mit Evelyn Weigert" publik gemacht. Nachdem sie ihre Follower in der vergangenen Woche in einer Instagram-Story dazu ermutigt hatte, ihr Fragen zu stellen, räumt sie nun in einem neuen Post mit Vorurteilen auf. Ihr Fazit: "Die meisten liegen komplett falsch."
Die Reaktionen auf ihr Beziehungsmodell seien gemischt: "Einige feiern es. Andere finden es komplett daneben." Verständnis habe sie für beide Seiten - weniger jedoch für vorschnelle Urteile. "Was ich aber nicht verstehe: wie schnell Menschen urteilen, ohne wirklich zu wissen, wie es sich anfühlt." Immer wieder höre sie ähnliche Kritik wie "Euch fehlt doch was", "Das hält eh nicht" oder "Am Ende wird einer verletzt." Doch genau hier widerspricht Horn deutlich: "Wenn eine Beziehung kaputt ist ... dann wird sie durch Öffnung nicht besser. Im Gegenteil."
"Vertrauen ist wichtiger als jedes Detail"
Für sie und ihren Partner sei dieser Schritt nie als "Rettungsversuch" gedacht gewesen. "Wir hätten das nie gemacht, wenn es uns schlecht gehen würde. Es ist Entwicklung", so die 42-Järhige. Stattdessen habe eine ganz andere Frage im Raum gestanden: "War das schon alles? Oder gibt es noch mehr Ehrlichkeit zwischen uns?" Es gehe dabei nicht um mehr Menschen, sondern um etwas anderes: "Nicht mehr Menschen. Sondern mehr Tiefe." Und genau das erlebe das Paar aktuell. "Wir reden mehr. Wir hinterfragen mehr. Wir sind ehrlicher als je zuvor." Gleichzeitig verschweigt Horn nicht, dass dieser Weg auch herausfordernd sein kann: "Und ja ... das ist manchmal auch unbequem."
Feste Regeln gebe es zwar, aber keine starren Vorgaben. Viel wichtiger seien gemeinsame Werte: "Ehrlichkeit. Respekt. Und Verantwortung füreinander." Auf die Frage aus ihrer Community, ob sie ständig mit anderen Männern ausgehe, stellt sie klar: "Ehrlich? Nein. Es geht nicht darum, mehr zu erleben, sondern darum, diese Freiheit überhaupt zu haben."
Auch zum Thema Transparenz äußert sie sich: "Wir sind offen. Aber Vertrauen ist wichtiger als jedes Detail. Und vor allem: Gespräche. Sehr viele Gespräche." Besonders wichtig ist ihr offenbar auch die Klarstellung mit Blick auf ihre Familie. "Und unsere Kinder? Die wachsen in einem stabilen Zuhause auf. Mit zwei Eltern, die sich lieben und respektieren. Das hat damit nichts zu tun."
Am Ende betont die 42-Jährige, dass ihr Modell kein allgemeingültiger Weg sei: "Ich glaube nicht, dass dieses Modell für jeden ist." Gleichzeitig plädiert sie für mehr Offenheit: "Nicht jede Beziehung muss gleich aussehen, um richtig zu sein." Und bringt es abschließend auf den Punkt: "Das ist unser Weg. Nicht besser. Nicht schlechter. Einfach unserer."