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"Danke, Nabu"Jan Hofer stürzt schwer auf den Kopf

06.02.2026, 12:48 Uhr
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Eines der zahlreichen Glätte-Opfer in Berlin: Jan Hofer. (Foto: picture alliance/dpa)

In Berlin auf die Straße zu gehen, gleicht aktuell einem Vabanquespiel. Zahlreiche Menschen haben sich auf den vereisten Gehwegen bereits verletzt. So auch Ex-RTL-Moderator Jan Hofer. Er veröffentlicht dafür nun einen ganz besonderen "Dank".

Die Berliner Arztpraxen und Krankenhäuser liefen zuletzt voll mit Menschen, die sich auf den mitunter spiegelglatten Eisflächen in der Stadt verletzt haben. Nicht nur im Straßenverkehr führte der Dauerfrost zu zahlreichen Unfällen. Auch die zugefrorenen Gehwege machten nahezu jeden Gang zur riskanten Rutschpartie.

So berichtete etwa allein das Berliner Unfallkrankenhaus von 30 bis 40 Verletzten pro Tag. Knochenbrüche kämen ebenso vor wie Gesichtsverletzungen oder Gehirnerschütterungen. Einige Menschen, deren Wirbelsäule bei einem Sturz auf den Rücken in Mitleidenschaft gezogen wurde, seien sogar nur knapp an einer Querschnittslähmung vorbeigeschrammt.

Auch Ex-Moderator Jan Hofer gehört zu denen, die es übel erwischt hat, wie er nun in einem Video auf seiner Instagram-Seite publik machte. Wenngleich er noch bis weit über das Rentenalter hinaus beruflich aktiv war, als er 2024 ein letztes Mal die Nachrichten bei RTL präsentierte, zählt er mit seinen nunmehr 76 Jahren zu den Menschen in der Altersgruppe, der die widrigen Straßenverhältnisse ganz besonders zu schaffen machen können.

Rettung dank Smartwatch

"Am vergangenen Donnerstag in Berlin", beginnt Hofer seine Erklärung in dem Clip. "Da möchte ich mal wirklich sehr herzlich Danke sagen. Ein total vereister Gehweg. So schnell konnte ich gar nicht gucken, wie ich da lag. Ich bin gestürzt. Auf den Kopf gefallen. Ich wurde ohnmächtig."

Über seine Smartwatch sei ein Notruf an den Rettungsdienst versendet worden, verrät Hofer weiter. "Der war innerhalb von Minuten da, hat mir geholfen und auch gleich eine kleine Untersuchung angestellt. Das war sensationell."

Doch dabei allein belässt es Hofer nicht. Seinem ernst gemeinten Dank an die Helfer fügt er vielmehr noch einen süffisanten Gruß in eine ganz andere Richtung hinzu: "Das zweite Dankeschön geht aber an Nabu, dass Sie es möglich machen, dass die Bäume nicht beschädigt werden, dafür die Menschen aber stürzen und sich Gehirnerschütterungen und Knochenbrüche einfangen. Herzlichen Dank."

Streit um Streusalz

Hofer nimmt damit Bezug auf den Streit um den Einsatz von Streusalz in Berlin. Angesichts der anhaltenden Glatteis-Gefahren hatte die Senatsverwaltung für Umwelt die private Ausbringung von Streusalz ausnahmsweise zeitlich befristet erlaubt, die eigentlich aus Umweltschutzgründen untersagt ist. Dagegen zog der Naturschutzbund Nabu vor das Verwaltungsgericht - und erhielt Recht.

Die stoische Haltung der Umweltschützer stieß vielfach auf heftige Kritik. Auch die frühere Grünen-Chefin Ricarda Lang bezeichnete das Nabu-Verhalten als "Wahnsinn". "Ältere Menschen verlassen teilweise ihre Wohnung nicht mehr, weil sie Angst haben, sich zu verletzen", rief Lang ins Gedächtnis. "Und dann geht man gerichtlich gegen eine pragmatische Lösung vor", brachte sie ihr Unverständnis für den Gang vor das Verwaltungsgericht zum Ausdruck.

Quelle: ntv.de, vpr

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