Unterhaltung

Depressionen sind vorüber Katy Perry hat ihr Lächeln wieder

Ein Baby und ein neues Album innerhalb weniger Tage: Bei der einst von Depressionen geplagten Katy Perry läuft es derzeit richtig gut. Auf ihrem neuen Werk "Smile" singt sie nun für ihren Verlobten und ihre gerade geborene Tochter.

Bei der frischgebackenen Mutter Katy Perry geht es aktuell Schlag auf Schlag: Während sich ihre Fans in den letzten Wochen fragten, ob das Album oder ihre Tochter zuerst das Licht der Welt erblicken würde, schafft die Sängerin Fakten - am Donnerstag gab sie die Geburt ihrer Tochter Daisy Dove bekannt, am heutigen Freitag erscheint ihr neues Album "Smile".

"Ich habe das Titellied des Albums geschrieben, als ich gerade aus einer der düstersten Zeiten meines Lebens kam und mein Lächeln verloren hatte. Das gesamte Album ist meine Reise zurück zum Licht - mit Geschichten über Belastbarkeit, Hoffnung und Liebe", schrieb die Sängerin vorab auf Instagram. Die neuen Songs sprühen nur so vor Freude und Zuversicht - ganz im Gegensatz zu der Zeit zwischen ihrem jetzigen Album und dem vorherigen "Witness" (2017), die von Depressionen und Zweifeln geprägt war.

Auch wenn Perry sich nun auf ihrem neuen Album "Smile" als Clown präsentiert, lief in den letzten Jahren nicht alles rosig für sie. "Ich bin einfach abgestürzt", erzählte Perry im Juni in der Radioshow "q on cbc". Ihre Karriere ging zwar steil nach oben, doch die Bestätigung, die sie durch ihre Musik bekam, beeinflusste sie weniger positiv als zuvor. Hinzu kam die vorübergehende Trennung von ihrem damaligen Freund und heutigen Verlobten Orlando Bloom.

"Ich dachte, es wäre aus"

Inzwischen geht es Perry offenbar wieder besser, in ihren neuen Songs ist das zu spüren. So singt sie in "Smile": "Ich bin dankbar / Muss sagen, es ist wirklich eine Weile her / Aber jetzt habe ich dieses Lächeln zurückbekommen". In "Not the End of the World" heißt es: "Es ist nicht das Ende der Welt / Wirf dich in deine ausgefallene Kleidung und die Ängste ins Feuer / Verliere die Hoffnung nicht".

Katy Perry kann sich außer über ihr neues Album und ihre Tochter auch über eine baldige Hochzeit mit Bloom freuen. Einige Songs auf "Smile" hat sie ihern beiden Herzensmenschen gewidmet. So scheint sich "Never Really Over" auf die zurückliegende On-Off-Beziehung von Bloom und Perry beziehen. "Mein Kopf zieht mich immer wieder zurück / Ich dachte, es wäre aus, aber ich glaube, es war nie wirklich vorbei", lauten einige Zeilen im Songtext.

Liebeserklärung an Orlando Bloom

Auch "Champagne Problems" hört sich wie eine Liebeserklärung an Bloom an. "Könntest du die Liebe meines Lebens sein bis zu dem Tag, an dem ich sterbe?", fragt sie im Songtext. Bezogen auf die vorangegangenen Trennungen betont sie: "Wir haben die Drecksarbeit hinter uns / Jetzt wissen wir, dass es sich lohnt / Jetzt feiern wir / Ich bin so froh, dass wir es bis hierhin geschafft haben." Im Refrain heißt es: "Alles, was wir jetzt haben, sind Luxusprobleme."

Eine Motorradfahrt mit Bloom auf Hawaii inspirierte die Sängerin zum Song "Harleys in Hawaii". In einem Interview in "The Zach Sang Show" sagte Perry: "Auf Hawaii hinten auf einem Motorrad zu sitzen und den Wind auf dem Gesicht zu spüren, ist so wunderschön." Sie habe ihrem Verlobten ins Ohr geflüstert, dass sie einen Song mit dem Titel "Harleys in Hawaii" schreiben würde. "Und ich habe es einfach getan. Es kam mir einfach so in den Kopf", erzählte sie.

Songs für Tochter Daisy Dove

  • Bei Suizidgefahr: Notruf 112
  • Beratung in Krisensituationen: Telefonseelsorge (0800/111-0-111 oder 0800/111-0-222 oder 116-123, Anruf kostenfrei) oder Kinder- und Jugendtelefon (Tel.: 0800/111-0-333 oder 116-111; Mo-Sa von 14 bis 20 Uhr)
  • Bei der Deutschen Depressionshilfe sind regionale Krisendienste und Kliniken zu finden, zudem Tipps für Betroffene und Angehörige.
  • In der deutschen Depressionsliga engagieren sich Betroffene und Angehörige. Dort gibt es auch eine E-Mail-Beratung für Depressive.
  • Eine Übersicht über Selbsthilfegruppen zur Depression bieten die örtlichen Kontaktstellen (KISS).

Der Song "Daisies" ("Gänseblümchen") wurde bereits vor dem Album-Release als Single veröffentlicht. Schon im Mai munkelten Perrys Fans daraufhin, Bloom und sie könnten ihre Tochter Daisy nennen. Damit trafen sie nun ins Schwarze. Im Songtext wird auf einen englischsprachigen Kinderreim verwiesen. Im Original lautet er: "Sticks and stones may break my bones / But words will never hurt me" ("Stöcke und Steine können meine Knochen brechen, aber Worte werden mich niemals verletzen"). Der Spruch wird gegen Mobbing eingesetzt.

Der letzte Titel des Albums ist ebenfalls ihrer Tochter gewidmet. "What Makes A Woman" ("Was eine Frau ausmacht") beschreibe eine Hoffnung, die sie auch für ihr Kind habe, sagte Perry dem Radiosender Energy im Juni. "Dass es keine Grenzen für ihre Träume gibt oder dafür, was sie sein will", erklärte sie. "Sie kann sich verändern, wann immer sie will. Sie kann alles anziehen, was sie will und herausfinden, was ihr passt." Der Song sei "wichtig für mich und wichtig für sie".

Quelle: ntv.de, lri/spot