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Strafprozess vor dem Aus? Kevin Spacey kann Hoffnung schöpfen

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Das Strafverfahren gegen Schauspieler Kevin Spacey könnte eingestellt werden. Rechts sein Anwalt Alan Jackson.

(Foto: REUTERS)

Kevin Spacey wird beschuldigt, einen Mann gegen dessen Willen im Schritt berührt zu haben. Doch das Verfahren könnte nun eingestellt werden. Das mutmaßliche Opfer verweigert die Aussage. Die Staatsanwaltschaft verlangt daraufhin Bedenkzeit.

Das Strafverfahren gegen US-Schauspieler Kevin Spacey wegen eines mutmaßlichen sexuellen Übergriffs wankt. Das mutmaßliche Opfer machte bei einer Gerichtsanhörung auf der Insel Nantucket im US-Bundesstaat Massachusetts von seinem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch. Hintergrund ist das Verschwinden des Handys, mit dem der junge Mann den Vorfall gefilmt hatte.

Der zweifache Oscar-Preisträger Spacey soll den damals 18-Jährigen im Sommer 2016 auf Nantucket betrunken gemacht und ihm in den Schritt gefasst haben. Der junge Mann arbeitete als Aushilfskellner in einem Restaurant auf der beliebten Urlaubsinsel. Spacey bestreitet die Vorwürfe.

Mutmaßliches Opfer verweigert Aussage

Bei dem Gerichtstermin räumten das mutmaßliche Opfer und seine Eltern ein, dass das Handy des jungen Mannes verschwunden sei. Ein Polizist hat angegeben, der Familie das Gerät nach Auswertung der Daten zurückgegeben, aber keine Empfangsbestätigung verlangt zu haben. Die Familie hingegen sagt, man habe es ihr nie zurückgegeben.

Das mutmaßliche Opfer bestritt vor Gericht, Daten von dem Telefon gelöscht zu haben. Auf die Warnung hin, dass jegliche Manipulation des Handys strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen könnte, machte der junge Mann von seinem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch.

Seine Mutter räumte allerdings ein, Fotos von dem Handy gelöscht zu haben, bevor es der Polizei übergeben wurde. Sie begründete das damit, dass die Fotos ihren Sohn in Verlegenheit hätten bringen können. Sie habe aber keinerlei Daten im Zusammenhang mit Spaceys mutmaßlichem Übergriff gelöscht.

Zivilklage bereits zurückgezogen

Der Anwalt des 59-jährigen Hollywoodstars deutete dagegen an, es seien Kurzbotschaften gelöscht worden, die zeigten, dass das mutmaßliche Opfer mit der Situation einverstanden gewesen sei. Anwalt Alan Jackson forderte, das Verfahren gegen Spacey umgehend einzustellen. Die Staatsanwaltschaft schloss das nicht aus, bat das Gericht aber um eine Woche Bedenkzeit. Erst vor Kurzem hatte das mutmaßliche Opfer seine parallel zu dem Strafverfahren angestrengte Zivilklage zurückgezogen.

Die Vorwürfe gegen Spacey waren im Zuge der #MeToo-Bewegung gegen sexuelle Gewalt laut geworden. Mehrere Männer werfen dem Schauspielstar sexuelle Übergriffe vor. Die Vorwürfe hatten für Spacey schwerwiegende Folgen: Er fiel in der Branche in Ungnade und erlebte einen dramatischen Karriere-Absturz. Unter anderem verlor er seine Hauptrolle in der Netflix-Kultserie "House of Cards".

Quelle: n-tv.de, ame/AFP

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