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Zeugin erhebt schwere Vorwürfe "Klaute" Heard Vergewaltigungsstory?

Im Verleumdungsprozess in London sagt eine weitere Zeugin gegen Amber Heard aus. Eine ehemalige Assistentin wirft der Schauspielerin vor, ihre eigene Vergewaltigungsgeschichte für den Prozess gegen Johnny Depp "geklaut" zu haben. Den Hollywood-Star lobt sie dagegen in den höchsten Tönen.

Kate James, eine ehemalige Assistentin von Amber Heard, hat die Schauspielerin vor dem Obersten Gericht in London beschuldigt, ihre eigene Erfahrung mit sexueller Gewalt "geklaut" zu haben, um in dem Verfahren gegen Johnny Depp "selbst davon zu profitieren". Das berichtet die britische "Daily Mail". Demnach verteidigte James den Hollywood-Star gegen die Gewalt-Vorwürfe seiner Ex-Frau Heard.

In dem Verfahren geht es um einen Artikel der britischen Zeitung "The Sun" aus dem Jahr 2018, in dem der Chefredakteur die "Harry Potter"-Autorin Joanne K. Rowling dafür kritisiert, dass sie dem "Ehefrauen-Schläger" Depp eine Rolle in der Filmreihe "Phantastische Tierwesen" gegeben habe. Der Artikel bezieht sich auf eine Reihe von Heards Aussagen zu Depps gewalttätigem Verhalten.

Wie die "Daily Mail" weiter berichtet, sagte Kate James vor Gericht aus, im Alter von 26 Jahren bei einer Reise nach Brasilien brutal vergewaltigt worden zu sein. Sie arbeitete von 2012 bis 2015 als Heards persönliche Assistentin. Ein Jahr nach Beschäftigungsbeginn habe sich James ihrer Arbeitgeberin anvertraut und mit ihr darüber gesprochen, wie sie das Trauma bewältigt hätte.

Missbräuchliche Nachrichten im Vollsuff

Erst als sie im vergangenen Monat Heards Aussagen vor Gericht gesehen habe, "entdeckte ich zu meinem großen Schock und zu meiner Bestürzung, dass Frau Heard mein Gespräch mit ihr über sexuelle Gewalt gestohlen und in ihre eigene Geschichte verdreht hatte, um sie sich zunutze zu machen". Sie sei empört, dass Heard "es wagen würde, die erschreckendste Erfahrung meines Lebens als ihre eigene Geschichte auszugeben".

James sagte aus, weder von Heard noch von Depp jemals "körperliche Gewalt gesehen" zu haben, obwohl sie fast täglich ihr Haus in Los Angeles besucht habe. Depp sei sogar "ruhig und ziemlich schüchtern" gewesen, "immer nachdenklich und freundlich und eine wirklich anständige Person", der ihrem Sohn sogar das Gitarrespielen beigebracht hätte. Sie fügte hinzu, dass sie bei Heard keine Schwellungen oder Blutergüsse gesehen habe, obwohl sie ihre Arbeitgeberin des Öfteren nackt oder halbnackt gesehen habe.

James warf Heard zudem vor, abends "große Mengen Rotwein" getrunken zu haben. Ihre Ex-Chefin habe ihr regelmäßig "zwischen zwei und vier Uhr morgens" eine "Flut" an missbräuchlichen Nachrichten geschickt. Depp sei dagegen nur erlaubt gewesen, alkoholfreies Bier zu trinken. Es habe auch zu ihren Aufgaben gehört, dem Schauspieler nur das Null-Prozent-Bier zu kaufen.

Die nächste Zeugin in dem Verfahren ist Johnny Depps Ex-Freundin Winona Ryder. Die Schauspieler waren von 1989 bis 1993 ein Paar. Am Donnerstag folgt mit Vanessa Paradis eine weitere Verflossene des Schauspielers auf dem Zeugenstand. Die beiden waren von 1998 bis 2012 liiert und haben zwei gemeinsame Kinder. Beide Frauen haben bereits angekündigt, dass sie für ihren Ex aussagen möchten. Sie beteuerten, Depp habe niemals die Hand gegen sie erhoben.

Quelle: ntv.de, lri