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"Ich brauche Ruhe"Krebskranker Johann Lafer ist "abgetaucht"

01.06.2026, 11:19 Uhr
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Kämpft gegen den Krebs: Johann Lafer. (Foto: IMAGO/BREUEL-BILD)

Er ist kaum wiederzuerkennen: Am Wochenende macht der von der Chemotherapie gezeichnete Starkoch Johann Lafer seine Krebs-Erkrankung öffentlich. Nun meldet er sich erneut zu Wort. Es gehe ihm zwar gut, versichert er, doch er brauche jetzt Ruhe.

Alle Welt kennt ihn als TV- und Sternekoch mit österreichischem Schmäh. Doch am Wochenende musste Johann Lafer eine bedrückende Nachricht öffentlich machen: Er ist an Lymphdrüsenkrebs erkrankt.

In einem Gespräch mit der österreichischen "Kronen Zeitung" meldet sich der 68-Jährige nun erneut zu Wort. Darin betont er, es sei sein großes Ziel, wieder gesund zu werden. Deshalb habe er sich zurzeit auch weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen.

Eine Woche nach seiner jüngsten Chemotherapie versichert der TV-Koch: "Es geht mir gut." Gleichzeitig erklärt er: "Ich bin aber derzeit abgetaucht. Ich brauche Ruhe. Um mich auf das größte Ziel meines Lebens konzentrieren zu können: den Krebs zu besiegen. Wieder gesund zu werden."

"Der Tod ist keine Option"

In seinem Kampf gegen die Krankheit erinnert der im österreichischen St. Stefan im Rosental geborene Lafer an seinen schwierigen Berufsanfang: "Bitte vergesst nicht: Ich bin im Jahr 1977 aus der Oststeiermark nach Deutschland gezogen, um Karriere zu machen. Mit 80 D-Mark in der Tasche, die ich von meiner Mutter bekommen hatte. Damals habe ich Tag und Nacht daran gearbeitet, um dieses Ziel zu erreichen." Auch jetzt werde er alles dafür tun, weiterzuleben. "Der Tod ist keine Option für mich."

Die Anteilnahme von Fans, Freundinnen und Freunden, auch aus seiner steirischen Heimat, berührt ihn. Da er sich nicht bei jedem persönlich melden könne, lässt er ausrichten: "Es tut mir sehr leid, dass ich nicht auf alles antworten kann."

Lafer hatte seine Erkrankung am Samstag gegenüber der "Bild"-Zeitung offenbart. Das Blatt veröffentlichte dabei auch aktuelle Fotos von ihm, die ihn infolge der Chemotherapie mit schütterem Haar und deutlich abgemagert zeigen. Auch sein charakteristischer Schnauzbart ist sichtbar ausgedünnt.

Behandlung schlägt an

Lafer bekannte, dass seine Krankheit bereits vor zweieinhalb Jahren entdeckt worden sei - zufällig bei einer Routineuntersuchung während einer Fastenkur. Ein Arzt habe Schatten in der Leiste gesehen. Er habe zunächst keinerlei Schmerzen gehabt.

Nachdem mehrere Lymphknoten entfernt worden waren, bestätigte sich die Diagnose. "Bei mir wurde ein indolentes, also niedrig-malignes und nicht aggressives Non-Hodgkin-Lymphom diagnostiziert", schrieb Lafer später in einem persönlichen Statement. Diese Nachricht sei für seine Familie und ihn "zunächst ein großer Schock" gewesen.

Im Januar 2026 habe sich seine gesundheitliche Situation dann dramatisch verschlechtert, offenbarte Lafer: "Plötzlich war alles geschwollen. Nachts die Schweißausbrüche. Schlafen ging kaum noch", sagte er der "Bild"-Zeitung. Seither kämpft er mit einer Chemotherapie gegen den Krebs.

Er sei dankbar, "dass die Behandlung gut anschlägt und sich die Situation positiv entwickelt", schrieb er in seinem persönlichen Statement über den Verlauf der Therapie. Besonders freue er sich, "weiterhin meiner Arbeit nachgehen sowie viele geplante Termine und Auftritte wahrnehmen zu können". Der Austausch mit Kolleginnen und Kollegen, das Kochen und die Begegnungen mit Menschen würden ihm "viel Kraft, Zuversicht und Freude" geben.

Quelle: ntv.de, vpr/spot

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