Unterhaltung

"Let's Dance"-Star sucht Job Leonova erhält schlüpfrige Angebote

Dreimal hat die Russin Ekaterina Leonova "Let's Dance" gewonnen. Doch das verhindert nicht, dass ihr nun die Abschiebung droht. Vielmehr braucht sie einen neuen Job, um ihr Leben in Deutschland zu sichern. Angebote bekommt sie auch - doch die sind mitunter wenig seriös.

Zwölf Jahre ist es her, dass Ekaterina "Ekat" Leonova zu ihrem damaligen Freund und Tanzpartner nach Köln gezogen ist. Sechs Jahre hielt die Beziehung der in Russland geborenen Tänzerin. Doch auch ohne ihren Freund hat sie in Deutschland längst Wurzeln geschlagen.

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Die Zuschauer haben sie längst in ihr Herz geschlossen: Ekaterina Leonova.

(Foto: imago images / Future Image)

Die TV-Zuschauer konnten das seit 2013 regelmäßig bei "Let's Dance" beobachten. Als Teil des Profi-Teams brachte sie unter anderem Ex-"Bachelor" Paul Janke, dem früheren MTV-Moderator Patrice Bouédibéla oder Olympiasieger Matthias Steiner die Tanzschritte bei. Zwischen 2017 und 2019 gelang ihr sogar ein Hattrick. Nacheinander tanzte sie mit Sänger Gil Ofarim, Comedian Ingolf Lück und Ex-Handballer Pascal Jens auf Platz eins der RTL-Show.

Umzug nach Hamburg

Mittlerweile ist Leonova 34 Jahre alt - und sucht mit ihrem abgeschlossenen BWL-Studium einen neuen Job. Eine feste Anstellung wäre schließlich die Voraussetzung, dass ihre befristete Aufenthaltserlaubnis verlängert wird. Andernfalls droht der Russin tatsächlich die Abschiebung in ihr Herkunftsland.

Für eine neue Arbeit würde Leonova so einiges auf sich nehmen. So hat sie als ersten Schritt für eine Umorientierung bereits einen Umzug ins Auge gefasst - von Köln nach Hamburg.

Ansonsten gestaltet sich die Jobsuche bislang jedoch wenig erfreulich, wie Leonova jetzt im RTL-Gespräch verrät. "Diese Vorurteile, das kriegst du nicht direkt raus. Die Leute denken: 'Okay, eine Russin, eine Tänzerin.' Die schieben dich in eine Schublade", erklärt sie.

"Irgendwelche privaten Ziele"

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Doch das allein sei noch nicht das Schlimmste, lässt Leonova durchblicken. Hinzu käme noch die Erfahrung von unmoralischen Angeboten. "Manchmal kommst du zum Bewerbungsgespräch und du siehst, dass der Arbeitgeber eigentlich nicht an deiner Arbeitskompetenz interessiert ist", erklärt sie. Als der Reporter nachfragt, um was es denn dann ginge, sagt Leonova mit einem gequälten Lachen: "Ich glaube, er hat irgendwelche privaten Ziele."

Aber nicht nur in Vorstellungsgesprächen erlebt Leonova unangenehme Situationen. Seit ihre Jobsuche vor dem Hintergrund der drohenden Abschiebung publik geworden sei, habe sie an einem Tag bis zu 70 Heiratsanträge erhalten, plaudert sie aus. "Leute, ihr kennt mich gar nicht", gehe ihr dabei nur durch den Kopf, sagt die Russin, die hoffentlich alsbald eine Anstellung bei einem seriösen Arbeitgeber findet.

Quelle: ntv.de, vpr

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