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Mit Fake-Orgasmus zum Ruhm Meg Ryan feiert ohne viel Tamtam

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Legendär: Meg Ryan in "Harry und Sally".

(Foto: imago images/Prod.DB)

Eigentlich stand sie gar nicht im Drehbuch. Doch es ist vor allem diese Szene, die Meg Ryan für immer in die Hollywood-Annalen eingehen ließ: ihr vorgetäuschter Orgasmus inmitten eines Restaurants in "Harry und Sally". Peinlich war ihr das nie. Auch jetzt nicht, da sie ihren 60. Geburtstag feiert.

Die Orgasmus-Szene aus "Harry und Sally" (1989) gehört nicht nur zu den bekanntesten "Höhepunkten" der Filmgeschichte. Sie machte US-Schauspielerin Meg Ryan auch zum großen Star der romantischen Komödien der 1990er-Jahre.

Ryan spielte in dem Film Sally Albright, Schauspieler Billy Crystal verkörperte Harry Burns - zwei Freunde, die sich schließlich ineinander verlieben. An einer Stelle im Film erklärt Burns, er könne nicht glauben, dass eine der Frauen, mit denen er geschlafen habe, jemals einen Orgasmus vorgetäuscht habe. Sally beweist ihm daraufhin das Gegenteil, indem sie einen überzeugenden Höhepunkt inszeniert. Und das mitten in einem Restaurant.

Die Beziehungskomödie des Regisseurs Rob Reiner erhielt fünf Nominierungen für den Golden Globe und das Drehbuch von Nora Ephron, außerdem eine Oscar-Nominierung. Dabei stand die berühmte Szene so gar nicht im Drehbuch, wie Ryan erst vor ein paar Jahren verriet.

"America's Sweetheart"

"Wir hatten Raum zum Improvisieren, und es sollte witzig rüberkommen. Da kam ich auf die Idee, dass ich es, statt darüber zu reden, einfach vorführen könnte", plauderte die Schauspielerin 2018 beim Locarno Film Festival aus, bei dem sie mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet wurde. Ihr selbst sei die Szene nie peinlich gewesen.

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Am 19. November 2021 feiert Meg Ryan ihren 60. Geburtstag.

(Foto: imago images/MediaPunch)

Nach "Harry und Sally" avancierte Meg Ryan mit Filmen wie "Schlaflos in Seattle" (1993), "When a Man Loves a Woman - Eine fast perfekte Liebe" (1994), "I.Q. - Liebe ist relativ" (1994), "French Kiss" (1995) oder "E-Mail für Dich" (1998) zu "America's Sweetheart".

"Es war Regisseurin Nora Ephron, die diesen alten Begriff wieder einführte und auf mich anwendete", sagte Ryan 2018 im Interview mit dem "Tagblatt". "America's Sweetheart! Ich weiß noch, wie ich dachte: Mist, jetzt habe ich ein Label. Ein süßes zwar, aber Labels schränken dich extrem ein."

Affäre mit Russell Crowe

Spätestens im Jahr 2000 war es jedoch mit dem ungeliebten Image vorbei. Grund war ihre mehrmonatige Affäre mit dem australischen Filmstar Russell Crowe, den sie bei den Dreharbeiten zu "Lebenszeichen - Proof of Life" (2000) kennengelernt hatte. Zu diesem Zeitpunkt war Ryan noch mit Hollywood-Star Dennis Quaid verheiratet, dem sie 1991 das Jawort gegeben hatte.

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Beim Film "Lebenszeichen - Proof of Life" kamen sich Ryan und Russell Crowe näher.

(Foto: imago/United Archives)

2003 sagte sie dem "Guardian": "Diese Sache (ihre Affäre mit Crowe) ist passiert. Ich war überall in den Boulevardzeitungen. Ich ging durch die Lobby und alles blieb stehen. Die Leute hörten auf zu reden und starrten mich an. Und dann kam ich zum Aufzug und - anstatt zusammenzubrechen und 'Oh' zu sagen - fing einfach zu lachen an", erinnerte sie sich an diese vielleicht auch etwas befreiende Zeit.

2001 ließen sich Ryan und Quaid scheiden. Viel später räumte sie mit den damaligen Schuldzuweisungen auf: 2008 erklärte Ryan im Gespräch mit "InStyle", Crowe sei zu Unrecht in ihre Eheprobleme verwickelt worden: "Ich denke, er hat einen großen Schaden angerichtet. Aber Russell hat die Ehe nicht kaputt gemacht. Er war am Ende definitiv da, aber es war nicht seine Schuld." Vielmehr sei sie damals ein "Wrack" gewesen. "Ich habe ihn am Ende auch verletzt. Ich konnte nicht noch eine lange Beziehung führen, es war nicht die richtige Zeit dafür. Also bin ich ausgestiegen", so Ryan über das Affärenende.

Spekulationen über Beauty-Eingriffe

Im selben Interview behauptete sie zudem, auch Ehemann Dennis Quaid sei ihr untreu gewesen: "Es (ihre Affäre mit Crowe) war eine großartige Geschichte, aber was nicht in der Geschichte vorkam, war die Realität in meiner Ehe. Dennis war mir lange Zeit nicht treu, und das war sehr schmerzhaft. Nach meiner Scheidung habe ich mehr darüber erfahren", sagte Ryan.

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Alles ganz natürlich?

(Foto: imago/UPI Photo)

Frei nach dem Motto "Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert" wagte sich Ryan Anfang der Nullerjahre beruflich auch an neue Genres. Doch Filme wie der Erotikthriller "In the Cut - Wenn Liebe tötet" (2003) floppten. Die vielen negativen Reaktionen auf den Film, in dem sie eine Lehrerin in den Armen eines Frauenmörders spielte, hätten sie überrascht, sagte Ryan dem Schweizer "Tagblatt". "Mir wurde erst dann klar, dass ich mich auf eine ganz bestimmte Art in den Köpfen der Zuschauer festgesetzt hatte und dass dieser Film diesem Bild überhaupt nicht entsprach. Wir hätten das Publikum wohl warnen müssen: Wenn ihr eine romantische Komödie erwartet, seid ihr hier falsch."

Ryans Karriereknick hatte aber wohl nicht nur mit ihrem festgelegten Image und ihrem turbulenten Liebesleben zu tun. Immer häufiger wurde über Beauty-Eingriffe spekuliert. Ungewohnt offen äußerte sie sich 2008 im Interview mit dem Magazin "Gala" zum Schönheitswahn in Hollywood. "Jeder soll machen oder lassen, was er oder sie für richtig hält. Aber dieses ständige Fragen und Mutmaßen, warum eine Frau so aussieht, wie sie aussieht, finde ich geradezu unanständig", sagte die damals 47-Jährige.

60. Geburtstag als Single?

Erst am vergangenen Wochenende erklärte die Schauspielerin wieder ihr angebliches Schönheitsgeheimnis: "Ich ernähre mich gesund, schlafe viel und trinke jeden Tag zwei Liter Wasser. Außerdem trainiere ich regelmäßig und versuche, dem Alter durch viel Schwitzen zu entkommen", sagte sie der "Bild am Sonntag" anlässlich ihres 60. Geburtstags.

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Meg Ryan kam am 19. November 1961 als Margaret Mary Emily Anne Hyra in Fairfield, Connecticut im Nordosten der USA zur Welt. An diesem Freitag feiert sie ihren 60. Geburtstag. "Es wird kein großes Tamtam geben. Diese Zeiten liegen hinter mir", verriet sie der Sonntagszeitung. Ihr 29-jähriger Sohn Jack aus der Ehe mit Dennis Quaid und ihre Tochter Daisy, die sie 2006 adoptierte, würden ebenso dabei sein wie ein paar Freunde.

Über Ryans aktuellen Beziehungsstatus ist nichts bekannt. 2019 löste sie eine knapp ein Jahr zuvor geschlossene Verlobung mit dem Sänger John Mellencamp wieder auf.

Quelle: ntv.de, vpr/spot

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