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Sender veröffentlichte NachrufMichael J. Fox wehrt sich gegen irrtümliche Todesmeldung

09.04.2026, 08:10 Uhr
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"Der Beitrag wurde irrtümlich veröffentlicht", erklärt ein CNN-Sprecher zu dem veröffentlichten Beitrag. (Foto: picture alliance / Charles Sykes/Invision/AP)

Seit Jahrzehnten geht Michael J. Fox sehr offen mit seiner Parkinson-Erkrankung um. Ein kürzlich veröffentlichter Bericht des TV-Senders CNN legt allerdings nahe, dass der "Zurück in die Zukunft"-Star gestorben sei. Aus dem Management des Schauspielers folgt umgehend eine Klarstellung.

Michael J. Fox ist am Leben. Dass man diese Richtigstellung überhaupt aussprechen muss, liegt an einem folgenschweren Fehler des US-Nachrichtensenders CNN: Das Netzwerk veröffentlichte einen Beitrag mit dem Titel "Remembering the life of actor Michael J. Fox" ("Erinnerung an das Leben von Schauspieler Michael J. Fox") - eine Formulierung, die unweigerlich wie ein Nachruf klingt. Für Fans des 64-jährigen "Zurück in die Zukunft"-Stars, der seit Jahrzehnten offen mit seiner Parkinson-Erkrankung umgeht, war der Schock zunächst groß.

Doch die Entwarnung folgte prompt. Das Management des Schauspielers wandte sich an das US-Promiportal TMZ und stellte klar: "Michael geht es großartig. Er war gestern beim PaleyFest. Er war auf der Bühne und hat Interviews gegeben." Tatsächlich war Fox tags zuvor beim PaleyFest-Event zur dritten Staffel der Apple-TV+-Serie "Shrinking" aufgetreten, in der er als Gaststar zu sehen ist - sein erstes Engagement nach dem Rückzug aus dem Schauspielgeschäft.

CNN reagierte ebenfalls rasch. Gegenüber dem Magazin "Just Jared" erklärte ein Sendersprecher: "Der Beitrag wurde irrtümlich veröffentlicht; wir haben ihn von unseren Plattformen entfernt und entschuldigen uns bei Michael J. Fox und seiner Familie." Wie es zu dem Fehler kam, ließ der Sender offen.

Fox bewegt seit Jahren Millionen Menschen mit seiner Offenheit rund um die Parkinson-Erkrankung. Bereits 1991 hat er die Diagnose erhalten, behielt sie aber zunächst jahrelang für sich. Öffentlich wurde sein Kampf gegen die Krankheit erst später - und seitdem hat er nie aufgehört, über sie zu sprechen.

In einem Interview, das vor einigen Jahren großes Aufsehen erregte, beschrieb Fox seinen Alltag mit der fortschreitenden Erkrankung ungeschönt: "Ich will nicht lügen, es wird schwer, es wird schwerer. Jeder Tag ist anspruchsvoller. Aber so ist es nun mal." 2020 zog er sich weitgehend vom Schauspiel zurück - die motorischen Einschränkungen durch Parkinson machten das Auswendiglernen von Texten zunehmend schwierig.

Umso bemerkenswerter ist seine Entscheidung, für "Shrinking" noch einmal vor die Kamera zu treten. Die Serie, in der Jason Segel und Harrison Ford mitspielen, handelt von einem Therapeuten in der Midlife-Crisis - ein Ensemble und ein Stoff, der Fox offenbar überzeugt hat, seinen Ruhestand zumindest kurzzeitig zu unterbrechen. Details zu seiner Rolle in der dritten Staffel hat er beim PaleyFest-Auftritt nach Angaben seines Teams ebenfalls preisgegeben.

Quelle: ntv.de, lme/spot

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