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Haben Angestellte weggesehen? Michael-Jackson-Ankläger verliert vor Gericht

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Er kommt auch elf Jahre nach seinem Tod nicht zur Ruhe: Michael Jackson.

(Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress)

Wade Robson ist einer der Männer, die behaupten, als Kind von Michael Jackson missbraucht worden zu sein. Nun will er gegen die Firmen des toten Popstars juristisch vorgehen. Doch das Gericht macht ihm dabei einen Strich durch die Rechnung.

Die Klage des Choreografen und Tänzers Wade Robson gegen die Firmen von Michael Jackson ist vor Gericht abgewiesen worden. Ein Richter in Los Angeles entschied, dass der 38-Jährige MJJ Productions und MJJ Ventures nicht wegen des angeblichen sexuellen Missbrauchs verklagen kann.

Damit sprach sich derselbe Richter für dasselbe Urteil aus, das er auch schon bei James Safechuck im vergangenen Jahr gefällt hatte. Auch Safechuck wollte die Firmen Michael Jacksons verklagen.

Robson und Safechuck haben erklärt, sie seien Ende der 1980er und Anfang der 1990er Jahre von Michael Jackson missbraucht worden, als sie auf dessen Neverland-Ranch gewohnt hätten. Die Mitarbeiter des einstigen Popstars hätten systematisch die Augen davor verschlossen.

Berufung erwartet

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Nach Ansicht des Richters hätten die Mitarbeiter jedoch keine rechtlichen Möglichkeiten gehabt, Jacksons Verhalten zu kontrollieren. Der Sänger sei schließlich alleiniger Eigentümer der Firmen gewesen und hätte "alle Vorstandsmitglieder ohne Grund oder Ankündigung" entfernen lassen können.

Der BBC zufolge urteilte der Richter, die Unternehmen hätten keine Beziehung zu Robson gehabt, die eine gesetzliche Verpflichtung für sie begründet hätte, ihn vor dem angeblichen Missbrauch zu schützen. Es wird erwartet, dass Robson gegen die Entscheidung Berufung einlegen wird.

Die Vorwürfe von Safechuck und Robson waren auch Thema in der Dokumentation "Leaving Neverland". Diese war Anfang 2019 erschienen und hatte für hitzige Diskussionen gesorgt. Während einige es seither endgültig für bewiesen halten, dass der 2009 gestorbene Michael Jackson früher Kinder missbrauchte, halten andere die Vorwürfe auch wegen Unstimmigkeiten in Robsons und Safechucks Angaben weiter für unglaubwürdig.

Quelle: ntv.de, vpr/spot

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