"Missbrauch des Rechtssystems"FKA Twigs klagt erneut gegen ihren Ex Shia LaBeouf

Sängerin FKA Twigs geht erneut gerichtlich gegen Schauspieler Shia LaBeouf vor. Sie klagt wegen einer Verschwiegenheitsklausel und wirft ihrem Ex-Freund eine "Einschüchterungskampagne" vor.
Die Musikerin FKA Twigs, bürgerlich Tahliah Barnett, nimmt ihren Ex-Freund Shia LaBeouf erneut juristisch ins Visier. Wie das Branchenmagazin "Variety" berichtet, hat die 38-Jährige eine Klage gegen eine Verschwiegenheitsklausel eingereicht, die Teil eines außergerichtlichen Vergleichs ist. Diesen hatte die Sängerin nach ihrer Klage wegen sexueller Körperverletzung und Zufügung emotionalen Leids, die sie 2020 eingereicht hatte, im vergangenen Jahr mit dem Schauspieler geschlossen.
FKA Twigs' Anwalt Mathew Rosengart schreibt laut "People" in der neuen Klageschrift: "In diesem Fall geht es um Gerechtigkeit und Recht, nicht um Geld." Die Musikerin handle nicht nur für sich selbst, sondern auch für Frauen, die nicht die Mittel hätten, sich gegen Übergriffe zu wehren und ihre Stimme zu erheben. Die Klage wurde am Mittwoch beim Superior Court of Los Angeles eingereicht. Darin wird LaBeouf vorgeworfen, im Rahmen des 2025 geschlossenen Vergleichs Bedingungen durchgesetzt zu haben, die gegen Kaliforniens STAND Act (Stand Together Against Non-Disclosure Act) verstießen. Dieses Gesetz erklärt Teile von Geheimhaltungsvereinbarungen in Fällen sexuellen Missbrauchs für nichtig und soll Betroffenen ermöglichen, ihre Geschichte erzählen zu können.
In der Klageschrift heißt es, LaBeouf betreibe eine "Einschüchterungskampagne" und missbrauche das Rechtssystem - nicht nur zum Schaden seiner Ex-Freundin, sondern aller Überlebenden sexueller Gewalt in Kalifornien. Besonders brisant: LaBeouf soll nach Einschätzung von FKA Twigs' Anwälten versucht haben, den STAND Act mit der Begründung zu umgehen, er sei in der ursprünglichen Klage lediglich wegen sexueller "Körperverletzung" und nicht wegen sexueller "Nötigung" verklagt worden, und das Gesetz erfasse ihn daher nicht. Eine Argumentation, die Twigs' Anwälte als abwegig zurückweisen: Nach gesundem Menschenverstand wie auch nach geltendem Recht decke der STAND Act beide Tatbestände ab.
Im Dezember 2020 hatte FKA Twigs Shia LaBeouf vor dem Superior Court of California verklagt und ihm körperlichen, sexuellen und psychischen Missbrauch über mehrere Monate hinweg während ihrer Beziehung vorgeworfen.
LaBeouf fordert "exorbitant" hohen Geldbetrag
In der neuen Klageschrift wehrt sich die Musikerin zudem gegen ein nicht öffentliches Schiedsverfahren, das LaBeouf im vergangenen Jahr angestrengt haben soll. Darin soll er von ihr wegen einer angeblichen Verletzung des Vergleichs einen "exorbitant" hohen Geldbetrag einfordern. LaBeouf wirft seiner Ex demnach vor, im vergangenen Oktober durch Statements in einem Interview mit dem "Hollywood Reporter" gegen die Vertraulichkeitsklauseln der Einigung verstoßen zu haben. FKA Twigs wiederum beharrt darauf, dass die Vertraulichkeitsklausel nach kalifornischem Recht ungültig sei.
Die Anwälte der Musikerin halten ihre Äußerungen durch keinerlei Verschwiegenheitserklärung einschränkbar - selbst wenn die fraglichen Klauseln rechtsgültig seien, seien die Aussagen ihrer Mandantin "lobenswert, allgemein gehalten und harmlos" gewesen und damit geschützt.
LaBeouf hatte kürzlich auch anderweitig mit der Justiz zu tun: Er wurde Anfang des Jahres im Zuge einer Auseinandersetzung in New Orleans festgenommen und wegen zweier Vergehen angeklagt. Bei einer Anhörung im Februar wurde er zu einer Drogentherapie verpflichtet, muss sich regelmäßigen Tests unterziehen und hinterlegte eine Kaution von 100.000 Dollar.