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Umzug aufs Elite-InternatMit 13 erwartet Prinz George eine große Herausforderung

22.07.2026, 16:32 Uhr
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Auf ihn kommt viel Neues zu: Prinz George. (Foto: picture alliance/dpa/PA Wire)

Prinz George feiert seinen 13. Geburtstag. Damit steht er vor einer großen Veränderung in seinem Leben. Der älteste Sohn von Prinzessin Kate und Prinz William kommt ins Internat. Und dort herrschen strenge Sitten.

Groß ist er geworden. Bereits neulich beim gemeinsamen Besuch des Wimbledon-Finales staunten die Briten darüber, dass Prinz George inzwischen nur noch wenige Zentimeter kleiner als seine Mutter ist. Auch auf dem offiziellen Foto zu seinem heutigen 13. Geburtstag wirkt der älteste Sohn von Prinz William und Prinzessin Kate schon ziemlich erwachsen. Im dunklen Anzug und mit weißem Hemd, die Hände lässig in den Hosentaschen, posiert er darauf für den Fotografen.

"Es kommt mir wie gestern vor, als du noch gekrabbelt bist - und nun bist du bereits ein sehr großer Teenager", lautet nicht nur ein erstaunter Kommentar zu dem Foto, das auf dem offiziellen Instagram-Account des Prinzen und der Prinzessin von Wales veröffentlicht wurde.

Vielleicht fällt das Lächeln des Prinzen auf dem Bild auch deshalb etwas zaghaft aus, weil George weiß, dass mit seinem 13. Geburtstag große Veränderungen für ihn ins Haus stehen. Er wird nämlich in Kürze die Lambrook School, die er bislang gemeinsam mit seinen Geschwistern Charlotte und Louis besuchte, verlassen, um ab September an das Eton College zu wechseln. Auch sein Vater war von 1995 bis 2000 Schüler an der renommierten Internatsschule. Laut einem Palast-Insider soll dies auch ein Anreiz für Prinz George gewesen sein, der "schon immer in die Fußstapfen seines Vaters treten wollte".

Ailsa Anderson, eine ehemalige Mitarbeiterin von Queen Elizabeth II., erklärte gegenüber dem "People"-Magazin, dass sich Prinz William und Prinzessin Kate vor dem Schulwechsel "intensiv informiert" hätten, "um die richtige Entscheidung zu treffen".

Die Schulgebühren für die Privatschule in Berkshire liegen laut BBC bei etwa 63.000 Pfund (etwa 74.000 Euro) pro Jahr. Die 1440 von König Henry VI. gegründete Jungenschule hat bereits 20 britische Premierminister hervorgebracht, darunter David Cameron und Boris Johnson. Auch Georges Onkel Prinz Harry und viele weitere Mitglieder der königlichen Familie wurden in Eton ausgebildet. Zu den prominenten Absolventen gehören außerdem die Schauspieler Eddie Redmayne, Dominic West, Damian Lewis und Tom Hiddleston.

Bei einem Auftritt im "A Right Royal Podcast" des Magazins "Hello!" sprach Jamie Lowther-Pinkerton, der Taufpate von Prinz George, über seine eigenen Erfahrungen in Eton: "Es hat sich wahrscheinlich viel verändert, seit ich dort war. Und in vielerlei Hinsicht hat es sich zum Besseren verändert." Lowther-Pinkerton, der als Privatsekretär für William und Kate gearbeitet hat, hat auch seinen eigenen Sohn auf das Internat geschickt. Es sei "ein großes, großes Privileg, dort zur Schule zu gehen, und es gibt alle möglichen tollen Dinge, die man dort unternehmen kann", schwärmte er im Podcast. Es gebe Vereine wie den Debattierklub oder den Kunstgeschichtsklub, in denen unglaubliche Menschen zusammenkämen. Er wolle George nicht sagen, was dieser zu tun habe, so der Pate des zukünftigen Thronfolgers, aber "wenn jemand an einen solchen Ort geht, dann muss man die Gelegenheit nutzen, um das Leben dort in vollen Zügen zu genießen".

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Fast schon so groß wie seine Mutter: Prinz George mit Prinzessin Kate und seiner Schwester Prinzessin Charlotte in Wimbledon. (Foto: picture alliance/dpa/Pool PA/AP)

Prinz George wird am ersten Schultag getestet

Erst mal wird sich Prinz George aber wohl an die besonderen Bräuche an seiner neuen Schule gewöhnen müssen. Bereits an seinem ersten Schultag steht offenbar eine Bewährungsprobe an: Eine der ersten Herausforderungen für den Neuankömmling wird britischen Medienberichten zufolge der "Farbtest" sein, bei dem er zu den offiziellen Farben der 25 Internatshäuser des Eton College sowie zu den Standorten der Schulgebäude befragt wird.

Am Eton College beherbergt jedes der 25 Internatshäuser etwa 55 Schüler, davon elf aus jeder Jahrgangsstufe. Jeder Junge hat sein eigenes Zimmer. "Die 25 Internatshäuser in Eton sind gleich und doch unterschiedlich. Sie alle sind fürsorgliche Gemeinschaften, in denen Freundlichkeit und Empathie im Mittelpunkt stehen. Dies ermöglicht es den Schülern wiederum, in einem sicheren, toleranten und verständnisvollen Umfeld ein tiefes Verständnis für sich selbst und ihre Fähigkeiten zu entwickeln", wirbt das Internat für diese Art der Unterbringung.

Von den Jungen werde erwartet, dass sie einander höflich und respektvoll begegnen, heißt es weiter. "Diese Werte werden in allen Häusern gelebt, doch jedes Haus hat auch seinen eigenen Charakter, der die Identität der dort lebenden Jungen und Mitarbeiter widerspiegelt." Prinz William und Prinz Harry waren während ihrer Zeit in Eton beide Bewohner des Manor House, und es wird erwartet, dass auch George dort untergebracht wird.

Prinz George wird sich auch mit dem Jargon des Eton College vertraut machen müssen - und vielleicht auch mit den Disziplinarmaßnahmen der Schule. Laut der Zeitschrift "Hello!" gehören zu den Strafen in Eton das Abschreiben von lateinischen Gedichten oder Sozialarbeit wie das Jäten von Unkraut.

Der Prinz wird sich zudem an die Schulkleidung halten müssen. Die Eton-Uniform besteht aus einem schwarzen Frack, einer Weste und einer Nadelstreifenhose sowie einem steifen weißen Kragen. Der Rang wird durch unterschiedliche Kragen an den Uniformen deutlich.

Prinz William hat Zeit in Eton "genossen"

"Manche Jungen fühlen sich im Internat sofort wie ein Fisch im Wasser; andere brauchen eine Weile, um sich einzuleben", schreibt der "Good Schools Guide" über das Eton College. Melanie Sanderson, Chefredakteurin des Schulführers, betonte gegenüber der BBC, dass Eton über "spektakuläre Einrichtungen und ein weitläufiges Gelände" verfüge und trotz seiner historischen Gebäude eine "moderne Schule mit einer fortschrittlichen Ausrichtung" sei.

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Wie der Vater, so auch bald der Sohn: Prinz William 1995 an seinem ersten Tag am Eton College. (Foto: picture alliance/dpa/PA Wire)

"Die meisten 13-jährigen Jungen, die im September dort ankommen, können unmöglich wissen, was das Erwachsenenleben für sie bereithält", so Sanderson. "Prinz George steht jedoch vor einer ganz besonderen Zukunft, und seine Eltern, denen eine unvergleichliche Auswahl an Schulen zur Verfügung steht, haben entschieden, dass eine Ausbildung in Eton die beste Vorbereitung auf das Leben als modernes Mitglied der Königsfamilie darstellt."

Ob sich Prinz George am Eton College so wohlfühlen wird wie sein Vater? Prinz William hatte in einem Interview, das er mit 18 Jahren gab, verraten, dass er seine Zeit in Eton sehr geschätzt habe: "Ich habe es wirklich genossen, in Eton einfach wie jeder andere Schüler auch leben zu können."

Quelle: ntv.de, csp/spot

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