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Johnny Depp contra Amber Heard Musk und Franco als Zeugen im Rosenkrieg

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Kurze Ehe, endloser Streit: Amber Heard und Johnny Depp 2016.

(Foto: picture alliance / abaca)

Im Streit mit seiner Ex-Frau hat Johnny Depp vor einem britischen Gericht eine Niederlage erlitten. Doch in den USA geht der Rosenkrieg nun weiter: Auf der Zeugenliste stehen etwa James Franco und Elon Musk. Am 11. April soll der Prozess in Virginia beginnen.

Der Rechtsstreit von Amber Heard und Johnny Depp geht bald in eine neue Runde. Wie die Nachrichtenagentur Associated Press berichtet, wird im kommenden Monat eine Vielzahl an Prominenten dem Prozess beiwohnen. Demnach sollen etwa "Wanda Vision"-Star Paul Bettany, Tesla-Chef Elon Musk, Schauspieler James Franco sowie Vertreter der Walt Disney Company, von Warner Bros. und des Los Angeles Police Departements auf der Zeugenliste stehen. Der Prozess soll laut Bericht am 11. April im US-Bundesstaat Virginia beginnen.

Schon im Dezember 2021 war berichtet worden, dass James Franco mit in den Rechtsstreit hineingezogen werden könnte. Laut "Page Six" solle der 43-Jährige angeblich erklären, wie eng sein Verhältnis zu Heard war. Die Anwälte von Depp wollen den Schauspieler demnach auch fragen, ob er angebliche Verletzungen bei Heard gesehen habe, berichtete die Promiseite der "New York Post" weiter. Depps Anwälte sollen Franco vorgeladen haben, weil ein Überwachungsvideo vom Mai 2016 den Schauspieler mit Heard vor einem Aufzug zeigt.

Der Tesla-Gründer war nach Heards Scheidung von Johnny Depp mit der Schauspielerin liiert. Laut der "New York Post" sagte Musk, er wolle betonen, "dass Amber und ich erst ungefähr einen Monat nach ihrer Scheidung angefangen haben, auszugehen. Ich glaube nicht, dass ich während ihrer Ehe jemals in ihrer Nähe war!" Heards Sicherheitsleute hatten allerdings ausgesagt, dass ihre Gesichts-Verletzungen aus der Zeit stammten, als Musk bei ihr ein und ausging.

Zutiefst zerstörerische Beziehung

Depp hat in den USA eine 50-Millionen-Dollar-Verleumdungsklage gegen seine Ex-Frau angestrengt. Der Schauspieler verklagt Heard in Virginia wegen eines Beitrags in der "Washington Post" aus dem Jahr 2018. Darin spricht sie über häusliche Gewalt. Ihren Ex-Mann hatte sie nicht namentlich erwähnt. Depp hat stets jegliche Vorwürfe bestritten. Depp und Heard hatten 2015 geheiratet. Das Paar trennte sich bereits 2016 und wurde Anfang 2017 geschieden. Seither herrscht ein Rosenkrieg, bei dem sich beide Parteien unter anderem gegenseitig der häuslichen Gewalt beschuldigen.

Den britischen Rechtsstreit gegen die Boulevardzeitung "The Sun" hatte Depp zuvor verloren. Der Promi-Prozess hatte weltweite Aufmerksamkeit erregt. Wochenlang zeichneten Depp und seine 23 Jahre jüngere Ex-Ehefrau das Bild einer zutiefst zerstörerischen Beziehung. Aufgrund des britischen Urteils wollte Heard das Verfahren in Virginia verhindern. Dort hatte der Schauspieler sie im März 2019 ebenfalls wegen Verleumdung auf 50 Millionen Dollar verklagt. Die US-Richterin kam zu dem Schluss, dass die beiden Fälle nicht miteinander zu vergleichen seien - die Klage also vor Gericht kommen soll.

Quelle: ntv.de, mau/spot

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