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"Rassenverräter" Neonazis bedrohen Prinz Harry

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Von Neonazis angefeindet: Prinz Harry.

picture alliance/dpa

Alle Welt scheint sich mit Prinz Harry zu freuen. Darüber, dass er mit Meghan die große Liebe gefunden hat, dass er sie geheiratet hat und nun mit ihr sein erstes Kind erwartet. Britischen Neonazis jedoch ist die Verbindung ein Dorn im Auge. Sie drohen Harry nun unverhohlen.

Die britischen Ermittlungsbehörden sind alarmiert. Grund ist eine Veröffentlichung in den sozialen Netzwerken, in der Neonazis wenig zweideutig zum Mord an Prinz Harry aufrufen.

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So postete eine Gruppe, die sich "Sonnenkrieg Division" nennt, eine Collage mit einem Foto des Royals, auf den eine Waffe gerichtet wird. Rote Farbspritzer im Hintergrund sollen offenbar Blut symbolisieren. Und auch ein Hakenkreuz wird in dem Bild angedeutet. Umrahmt wird das Ganze von dem Spruch: "See Ya Later, Race Traitor" ("Bis später, Rassenverräter").

Die Urheber spielen damit offensichtlich auf die ethnischen Hintergründe von Harrys Frau Meghan an. Die Mutter der Herzogin hat afroamerikanische Wurzeln.

Verbindung zu fünf Morden

Recherchen der BBC zufolge handelt es sich bei der "Sonnenkrieg Division" um einen britischen Ableger einer US-amerikanischen Gruppierung, die sich "Atomwaffen Division" nennt. Beide benutzen die deutschen Begriffe wörtlich in ihrer Bezeichnung. Laut "The Sun" verfolgen sie terroristische Bestrebungen und verherrlichen Adolf Hitler ebenso wie den Massenmörder Charles Manson.

Die "Atomwaffen Division" soll mit fünf Morden in Verbindung gebracht werden. Einer ihrer Gründer und Anführer wurde zu fünf Jahren Haft verurteilt, nachdem bei ihm Material zum Bombenbau gefunden worden war.

Die BBC ist bei ihren Nachforschungen auf zwei Personen gestoßen, die zum Zirkel des britischen Ablegers "Sonnenkrieg Division" gehören sollen. Dem Sender zufolge gelang es Journalisten, Hunderte Nachrichten abzufangen, die die Extremisten in den USA und Großbritannien in den vergangenen Monaten ausgetauscht hätten. Man werde die Erkenntnisse jetzt der Polizei zur Verfügung stellen, teilte die BBC mit.

Quelle: n-tv.de, vpr

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