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Spencer Elden gibt nicht auf "Nevermind"-Baby reicht erneut Klage ein

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Das "Nevemind"-Album von Nirvana erschien 1991.

(Foto: Universal Music)

Auf dem Cover des Nirvana-Albums "Nevermind" schwimmt Spencer Elden - damals noch ein Baby - einem Dollarschein hinterher. 30 Jahre später ist ihm dieser Betrag nicht mehr genug. Wieder einmal zieht er für eine Schadenersatzklage vor Gericht.

Es ist eines der berühmtesten Album-Cover der Rock-Geschichte: 1991 erschien die legendäre Nirvana-Platte "Nevermind". Auf dem Booklet abgebildet: ein nacktes Baby unter Wasser, das nach einem Dollarschein an einem Angelhaken taucht. Der dort abgebildete Spencer Elden, mittlerweile 30 Jahre alt, versucht bereits seit Längerem, sich vor Gericht Schadensersatz zu erstreiten. Nachdem eine erste Klage Anfang Januar abgewiesen worden war, hat er übereinstimmenden Medienberichten zufolge nun erneut ein Gericht angerufen.

Elden gibt in der Klageschrift an, dass die Nacktdarstellung Kinderpornografie sei. Zum Zeitpunkt der Aufnahme sei er vier Monate alt gewesen und habe sich nicht dagegen wehren können. Die weitere Argumentation: Die Band Nirvana rund um den verstorbenen Frontmann Kurt Cobain habe Millionen auf seine Kosten verdient, deswegen verlange er nun mindestens 150.000 Dollar Schadensersatz - pro Beklagten.

Insgesamt richtet er die Klage gegen 17 Einzelpersonen, darunter auch der ehemalige Nirvana-Schlagzeuger und heutige Foo-Fighters-Sänger Dave Grohl, der Bassist Krist Novoselic, der Fotograf Kirk Weddle und - natürlich - auch gegen die Witwe von Grunge-Ikone Kurt Cobain, Courtney Love.

So argumentiert die Nirvana-Verteidigung

In der ersten Klage bezog sich Elden auf ein Gesetz gegen sexuelle Ausbeutung, das allerdings erst 2003 in Kraft gesetzt wurde. Die Richter folgten den Ausführungen der Verteidigung, dass die Verordnung nicht rückwirkend angewendet werden könne. Laut Aussagen des damaligen Art Directors war zunächst ein lizensiertes Bild für das Cover vorgesehen, auf dem man nicht den Penis des Kindes gesehen habe. Die Band habe sich aber aus Kostengründen für ein anderes Bild entschieden.

In einem Statement der Verteidiger heißt es, dass Elden selbst großen Profit aus der Aufnahme gemacht habe. So habe er das Foto viele Male gegen Bezahlung nachgestellt, er habe sich den Titel des Albums tätowieren lassen, sei in Talkshows aufgetreten und habe signierte Kopien der Platte verkauft. Ein Schaden sei nie entstanden. Die Verteidigung beantrage deswegen die Abweisung der Klage.

David Grohl sagte Ende Oktober in einem Interview, er denke nicht allzu viel über die Klage von Spencer Elden nach. "Ich weiß nicht, ob ich darüber sprechen kann, weil ich nicht zu viel Zeit damit verbracht habe, darüber nachzudenken." Er fühle sich jedoch wie die meisten Menschen, die anderer Meinung seien als der 30-jährige Kläger.⁠ "Hör mal, er hat ein 'Nevermind'-Tattoo. Ich nicht", sagte Grohl weiter.⁠

Quelle: ntv.de, lpe/spot

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