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Ganz schön teures Dino-Spielzeug Nicolas Cage gibt gestohlenen Schädel zurück

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Ein Dinosaurierschädel war Nicolas Cage 276.000 US-Dollar wert. Jetzt muss er ihn zurückgeben.

(Foto: AP)

Leonardo DiCaprio wird sich die Hände reiben. Einst musste er zusehen, wie ein Kollege ihm einen wertvollen Dinosaurierschädel direkt unter der Nase wegschnappte: Nicolas Cage. Für den allerdings wird der einstige Trumph jetzt zum Mega-Flop.

Streiten sich zwei, freut sich der Dritte. Es ist schon ein paar Jahre her, fast neun, um genau zu sein. Damals bot eine Galerie in Beverly Hills einen Dinosauriererschädel zum Kauf an. Der Kopf des Tarbosaurus hatte es zwei Herren besonders angetan. Vielleicht, weil er mit seinen scharfen Zähnen an den bekannteren Artverwandten, Tyrannosaurus Rex, erinnert, also ziemlich gefährlich aussieht.

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Nicht der von Cage, aber doch immerhin ein Schädel von einem Tarbosaurus.

(Foto: REUTERS)

Die Herren waren die Hollywoodgrößen Leonardo DiCaprio und Nicolas Cage. Einer überbot den anderen. Am Ende soll Cage das Knochenstück für den stattlichen Preis von 276.000 US-Dollar (etwa 253.000 Euro) erstanden haben. Blöd nur, dass er es nun wieder abgeben muss.

Im Sommer 2014 hatten US-amerikanische Behörden Cage kontaktiert, um ihn darüber zu informieren, dass es sich bei dem Dinoschädel um ein gestohlenes Gut handeln könnte. Und tatsächlich: Bei weiteren Ermittlungen bestätigte sich der Verdacht.

Der schmuggelnde Paläontologe

Der 51-jährige Cage habe sich nichts zuschulden kommen lassen, schreibt die Zeitung "The Guardian". Nachdem er von den Behörden über die Umstände seines Kaufs informiert worden sei, habe er sich freiwillig dazu bereit erklärt, den Schädel seinem rechtmäßigen Besitzer zurückzugeben. Das ist in dem Fall die Republik Mongolei.

Die Galerie, von der Cage den Schädel erworben hatte, hat schon einmal Schlagzeilen mit dem Verkauf eines gestohlenen Dinosaurierskeletts gemacht. Das Objekt hatte einst der Paläontologe Eric Prokopi geschmuggelt. 2012 bekannte er sich in diesem und anderen Fällen schuldig. Ob Cages Schädel ebenfalls über Prokopi in die USA gelangte, ist noch unklar. Gegen die Inhaber der Galerie, in der er ihn erwarb, läuft kein Ermittlungsverfahren.

Quelle: n-tv.de, ame

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