"Ernährung war negativ besetzt"Palina Rojinski legt ehrliche Körper-Beichte ab
Sie hat Diäten satt! Palina Rojinski kennt man als Moderatorin und Schauspielerin. Was aber nicht alle wissen: Als Jugendliche war sie Hochleistungssportlerin. Diese Zeit war für sie geprägt von einem strengen Blick auf die Ernährung. Heute pflegt sie einen anderen Umgang mit ihrem Körper und Essen.
Am Mittwoch ist Palina Rojinski für den guten Zweck in eine andere Rolle geschlüpft: Sie saß für eine Stunde an einer Supermarkt-Kasse, um Geld zu sammeln - für Kinder und Jugendliche zur Förderung der Ernährung und Bewegung. Ein Thema, das sie persönlich betrifft: Von ihrem 3. bis 14. Lebensjahr war sie Hochleistungssportlerin in rhythmischer Sportgymnastik. "Ernährung war ein wichtiges Thema, aber bei mir eher negativ besetzt", erzählt Rojinski offen im Interview mit RTL/ntv. In ihrer Sportart habe man "eigentlich immer Diät halten" müssen - etwas, das sie als sehr streng empfand.
Das sei nun anders, erklärt sie daraufhin: "Und dann habe ich über die Jahre gelernt, mich mit Essen zu belohnen. Darauf zu achten, was meinem Körper, meiner Gesundheit und meiner Laune guttut." Dieser Prozess sei nicht leicht gewesen, sondern ein Lernweg, gibt sie zu.
Der Druck von Schönheitsidealen
Erschwert wurde er durch äußere Einflüsse. Rojinski spricht offen über den Druck von Schönheitsidealen, vor allem durch Social Media. Das Problem sei, dass man von morgens bis abends Schönheitsbildern ausgesetzt sei. Man beginne dann automatisch, sich zu vergleichen. Sie selbst versuche deshalb bewusst, auch ungeschminkte und natürliche Seiten von sich zu zeigen: "Wir sind ja keine Roboter oder Maschinen. Und wenn da mal ein Pickel ist, dann ist da halt ein Pickel. Und wenn man schlecht geschlafen hat oder die ganze Zeit geheult hat, dann hat man halt auch Augenringe."
Als Person des öffentlichen Lebens sei es dennoch schwierig, nicht in eine "Perfektionsrolle" zu rutschen. Für Drehs sitze sie frühmorgens in der Maske, werde gestylt und sehe dann entsprechend aus - privat fühle sie sich oft ganz anders. Gerade junge Menschen würden die Vorbereitung hinter perfekten Bildern nicht sehen, sondern nur das Ergebnis.
Diese Tipps gibt sie
Heute beschreibt Rojinski ihren Umgang mit Körper und Ernährung als deutlich entspannter. Sie sei selbstbewusster geworden und lebe gesünder, ohne sich zu zwingen: "Mir hat früher diese Disziplin keinen Spaß gemacht. Ich hatte keine Lust darauf, zu hören, was ich zu essen habe. Ich wollte mir das selber aussuchen."
Heute habe sie Lust auf gutes Essen, weil sie merke, wie gut es ihr damit gehe. Sport sei für sie eine Phase - danach dürfe auch wieder Ruhe einkehren. "Es geht immer um die Balance", sagt sie. Jungen Menschen würde sie raten, nicht zu hart mit sich zu sein, aber auch Ziele zu haben. Kleine, erreichbare Ziele seien oft motivierender als große Perfektionsansprüche. Denn am Ende gehe es nicht um Kontrolle, sondern um ein gutes Gefühl - mit sich selbst und mit dem eigenen Körper.
