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Krebs im EndstadiumPatrice Aminati genießt "eine schöne Phase"

19.06.2026, 18:56 Uhr
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Warb kürzlich in der ARD-Talkshow "Hart aber fair" eindringlich für Vorsorgeuntersuchungen: Patrice Aminati. (Foto: IMAGO/Future Image)

Patrice Aminati lebt mit unheilbarem Hautkrebs im Endstadium. Nun spricht die Moderatorin offen darüber, wie sehr Medikamente, Krankenhausaufenthalte und die Krankheit ihren Alltag bestimmen. Gerade befinde sie sich aber in einer "stabilen Phase".

Als Patrice Aminati am Donnerstagabend über den roten Teppich des "Ein Herz für Kinder"-Sommerfests in Berlin läuft, wirkt sie fröhlich und voller Energie. Doch hinter dem Lächeln steckt ein Alltag, der von Medikamenten, Krankenhausaufenthalten und der ständigen Ungewissheit einer unheilbaren Krebserkrankung geprägt ist. Im Gespräch mit RTL hat die 31-Jährige nun offen geschildert, wie es ihr derzeit wirklich geht.

"Ich habe gerade eine stabile Phase", erklärt Aminati. Nach Monaten voller Rückschläge sei das keine Selbstverständlichkeit. Aktuell könne den Metastasen "so ein bisschen Einhalt geboten werden". Die Freude über diesen Zustand ist jedoch von Vorsicht begleitet. Denn die Phasen, in denen es ihr vergleichsweise gut geht, sind demnach oft nur von kurzer Dauer. "Das ist manchmal nur ein flüchtiger, kurzer Moment, aber mit vielen Medikamenten, die ich auch gerade nehme, ist ein Leben möglich." Dass dieser Kampf seinen Preis hat, verschweigt die Moderatorin nicht. Die Medikamente gehen mit teils erheblichen Nebenwirkungen einher und bestimmen ihren Alltag maßgeblich.

Immer wieder erlebt Aminati auch Zeiten, in denen die Krankheit die Kontrolle übernimmt. "Ich habe natürlich Phasen, da ist es gar nicht möglich, da liege ich im Krankenhaus, wie viele andere Betroffene auch", sagt die Mutter. Dabei betont sie, dass jede Erkrankung anders verlaufe: "Jede Krebserkrankung, jeder Mensch ist anders. Das darf man immer wieder nicht vergessen, jeder macht das anders durch. Natürlich gab es Phasen, da war ich ein halbes Jahr oder Jahr gar nicht draußen."

"Für mich kommt jede Vorsorge zu spät"

Wie stark die Behandlung ihren Körper belastet, zeigte sich zuletzt Anfang Mai. Damals erlitt Aminati während eines RTL-Interviews plötzlich einen Schwächeanfall und klagte über Schwindel. Aktuell versucht sie jedoch, die guten Momente bewusst zu genießen. "Jetzt ist gerade eine schöne Phase - ermöglicht durch Medikamente, durch viel Hilfe von Familien und Freunden. Und deswegen genieße ich das total."

Patrice Aminatis Leben hat sich seit ihrer Diagnose grundlegend verändert. Im Frühjahr 2023 erhielt sie wenige Monate nach der Geburt ihrer Tochter Charly die Diagnose schwarzer Hautkrebs. Im Mai dieses Jahres folgte die nächste erschütternde Nachricht: Die Krankheit befindet sich im vierten Stadium. Der Krebs gilt als nicht heilbar, Aminati wird palliativ behandelt. Trotzdem nutzt sie ihre Öffentlichkeit weiterhin, um über die Krankheit aufzuklären. Erst kürzlich warb sie in der ARD-Talkshow "Hart aber fair" eindringlich für Vorsorgeuntersuchungen und eine frühzeitige Erkennung von Hautkrebs. "Für mich kommt Vorsorge zu spät, ich bin Palliativpatient. Aber jedem, dem ich heute eine Stimme verschaffen kann für die Vorsorge, ist ein Riesengewinn."

Quelle: ntv.de, lpe

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