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Vedder kritisiert Trumps Lügen Pearl Jam in Hall of Fame aufgenommen

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Pearl Jam mit Frontmann Eddie Vedder spielten auf der Veranstaltung mit allen Schlagzeugern der Bandgeschichte.

(Foto: REUTERS)

Auf Kulturveranstaltungen in den USA ist US-Präsident Trump in gewisser Weise immer präsent - auch in der Rock and Roll Hall of Fame, in die Pearl Jam und Joan Baez aufgeommen werden. Band und Sängerin kritisieren den Staatschef.

Die Rockband Pearl Jam und Folksängerin Joan Baez haben ihre Aufnahme in die Rock and Roll Hall of Fame für einen Aufruf zu mehr politischem Engagement genutzt. Pearl-Jam-Frontman Eddie Vedder sagte bei der Zeremonie am Freitag (Ortszeit) in New York, anders als in Zeiten des US-Präsidenten Donald Trump oftmals behauptet, seien der Klimawandel und seine Folgen keine "Fake News".

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"Lasst uns eine Brücke bauen", sagte Baez.

(Foto: REUTERS)

Es dürfe nicht sein, dass künftige Generationen auf die heutige Zeit zurückschauten "und sich fragen, warum haben sie nicht alles Menschenmögliche getan, um die größte Krise unserer Zeit zu lösen?", sagte der Sänger der US-Band. Zu der Ehrung durch die Rock and Roll Hall of Fame hatte seine Band alle fünf Schlagzeuger der Bandgeschichte mitgebracht. Und erstmals seit 25 Jahren spielte Pearl Jam auch wieder mit ihrem ersten Drummer, Dave Krusen.

Die 76-jährige Joan Baez, eine der bekanntesten US-Protest-Sängerinnen der 60er Jahre, räumte bei ihrer Ehrung ein, dass viele junge Menschen, selbst ihre eigene Enkelin, ihre Musik nicht kennen würden. Sie sei dennoch stolz, dass sie ihr Leben lang "der Macht die Wahrheit" gesagt habe - ob mit ihrer Kritik am Vietnam-Krieg oder mit ihrem Einsatz für die Bürgerrechte in den USA.

"Noch so viel Arbeit zu tun"

"Jetzt, in der neuen Realität der politischen Kultur, in der wir uns befinden, ist noch so viel Arbeit zu tun", fügte Baez hinzu. Mitgefühl und die Bereitschaft, zu teilen, würden "durch Gier und Machtgier" ausgeschaltet. "Lasst uns eine Brücke bauen, eine große Brücke, eine schöne Brücke, um noch einmal die Müden und Armen willkommen zu heißen", appellierte die Sängerin.

Bei der Zeremonie im Barclays Center wurden auch der 1996 ermordete Rap-Musiker Tupac Shakur, die Rockpioniere Yes, das experimentelle Electric Light Orchestra und die US-Rockband Journey in die Hall of Fame aufgenommen. Außerdem wurde des Rock'n'Roll-Pioniers Chuck Berry gedacht, der vergangenen Monat im Alter von 90 Jahren gestorben war. Er war bereits im Gründungsjahr 1986 in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen worden.

Quelle: n-tv.de, mli/AFP

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