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Filmfestival Venedig endet Phoenix-"Joker" gewinnt Goldenen Löwen

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In "Joker" spielt Joaquin Pheonix die Hauptfigur - den bösen Gegenspieler von Batman.

(Foto: picture alliance/dpa)

Roter Teppich und edle Trophäen: Die Filmfestspiele in Venedig gehen zu Ende. Der begehrte Goldene Löwe geht in diesem Jahr an die Hollywood-Produktion "Joker" mit Joaquin Phoenix in der Hauptrolle. Den wichtigen Jury-Preis bekommt ein sehr umstrittener Regisseur.

Der Goldene Löwe des Filmfestivals Venedig geht an den Psychothriller "Joker" des US-Amerikaners Todd Phillips. Das von Comics inspirierte Werk erzählt, wie aus einem psychisch kranken Mann der Bösewicht Joker wird - der Gegenspieler von Batman. Der 44-jährige Joaquin Phoenix spielt die Hauptrolle. Der Goldene Löwe ging zuletzt vor zwei Jahren an eine US-Produktion: 2017 gewann "The Shape of Water" von Guillermo del Toro die höchste Auszeichnung des Festivals.

Der zweitwichtigste Preis des Festivals, der Große Preis der Jury, ging an "J'accuse" von Roman Polanski. Der 86-jährige Oscarpreisträger erzählt darin von der Dreyfus-Affäre, die in 1890er-Jahren zu einem Justizskandal in Frankreich führte. Über die Teilnahme des Polanski-Films an dem Festival hatte es im Vorfeld eine Kontroverse gegeben. Der in Frankreich lebende Roman Polanski wird in den USA wegen Geschlechtsverkehrs mit einer Minderjährigen polizeilich gesucht. Im Jahr 1977 hatte er Sex mit der damals 13-jährigen Samantha Geimer, ein Jahr später floh er aus den USA. Die US-Filmakademie hatte Polanski wegen des Falls im vergangenen Jahr ausgeschlossen.

Für die beste Regie wurde der Schwede Roy Andersson ausgezeichnet, der in seinem Melodram "About Endlessness" in kurzen Episoden in die traurigen Seelen von Menschen blickt. Der in Hongkong lebende Yonfan gewann den Preis für das beste Drehbuch für den Animationsfilm "No. 7 Cherry Lane".

Spezialpreis der Jury für italienische Dokumentation

Als beste Schauspieler ehrte die Jury den Italiener Luca Marinelli und die Französin Ariane Ascaride. Marinelli gewann die Trophäe für seine Darstellung in "Martin Eden" von Pietro Marcello nach einer Buchvorlage von Jack London, Ascaride für ihre Leistung in dem Sozialdrama "Gloria Mundi" von Robert Guédiguian. Die Dokumentation "La mafia non è più quella di una volta" des Italieners Franco Maresco bekam den Spezialpreis der Jury.

Mit dem Marcello-Mastroianni-Preis für den besten Jungdarsteller wurde Toby Wallace ausgezeichnet, der in "Babyteeth" der Australierin Shannon Murphy einen Drogensüchtigen spielt. Die deutsche Koproduktion "The Perfect Candidate" der saudi-arabischen Regisseurin Haifaa Al Mansour ging leer aus.

Quelle: n-tv.de, ibu/dpa/AFP

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