Unterhaltung

Bikinis, Musik, Party Polizei-Einsatz bei Shirin-David-Dreh

Nach wie vor lautet die Devise: Abstand halten, Menschenansammlungen meiden und nicht gleich mit jedem Körperflüssigkeiten austauschen. All das wird beim Dreh zu einem neuen Musikvideo von Youtube-Star Shirin David offenbar wenig beachtet. Also rückt die Polizei an.

Die Szenen, die auf im Netz kursierenden Videoaufnahmen zu sehen sind, muten wie aus einem Fernseh-Krimi an. Miami Vice oder so. Zahlreiche junge Frauen posieren in Bikinis auf Liegen an einem Pool. Sie johlen, tanzen und recken ihre Hintern in die Höhe. Dazu dröhnt laute Musik aus den Boxen.

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Von Mindestabstand kann hier nicht die Rede sein.

(Foto: Shervin Karimdadian / Universal Music)

Von 1,50 Meter Mindestabstand kann natürlich nicht in Geringstem die Rede sein. Und auch die Vorteile von Schutzmasken oder die Husten- und Nies-Etikette in Corona-Zeiten braucht man den Damen wohl gar nicht erst zu erklären. Zum Austausch aller möglicher Körperflüssigkeiten kommt es bei ihrer pornösen Party schließlich ganz von alleine.

Dementsprechend rückt dann auch die Polizei an. Zu Dutzenden sieht man die uniformierten Beamten zwischen den Bikini-Ladys Stellung beziehen. Es heißt, zwei komplette Hundertschaften seien herbeigeeilt, um dem allzu bunten Treiben ein Ende zu bereiten.

72 Personen angezeigt

Die Polizei bestätigte via Twitter den Einsatz in Berlin-Charlottenburg. "Nach Lärmbeschwerden wurden Kollegen in der Nacht zum Montag zu einer Villa in Westend alarmiert", heißt es im nicht ganz lupenreinen Behörden-Deutsch in dem Tweet. Und weiter: "Vor Ort stellten sie eine Party mit über 70 Gästen fest. Laut Veranstalter wurde ein Musikvideo gedreht."

Und zwar nicht irgendein Musikvideo. Sondern der Clip zum Song "Hoes up, G's down" des neuen Sterns am Frauenrap-Himmel Shirin David. Das habe das Management der 25-Jährigen, die ihre Karriere als Youtube-Star begann, auch bestätigt, berichtet die Berliner Zeitung "B.Z.". Zugleich zitiert das Blatt einen anwesenden Gast: "Shirin hat eine Villa gemietet und im Garten ein Video gedreht. Es war anstrengend, da wir alle wegen Corona Abstand halten und uns die ganze Zeit desinfizieren mussten. Dazu haben die Nachbarn abends immer wieder die Polizei wegen der Musik gerufen."

Wurde also doch auf die Corona-Regeln geachtet? Die Filmaufnahmen sprechen da eher eine andere Sprache. Und auch die Polizei kam offenkundig zu einer gegenteiligen Lageeinschätzung. "Die Veranstaltung wurde aufgelöst und Covid-19-Anzeigen geschrieben", heißt es abermals gestelzt in ihrem Tweet. Insgesamt sollen 72 Personen ein Corona-Knöllchen kassiert haben. Überdies sei auch Davids Management angezeigt worden, meldet die "B.Z." - wegen der zu lauten Musik zu nachtschlafender Stunde. Das dürfte für die Rapperin und ihre Entourage allerdings zu verkraften sein. Eine bessere Werbung für ihren neuen Song konnte sie schließlich kaum bekommen.

Quelle: ntv.de, vpr

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