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"Germany's Next Topmodel"Powerlocken und Elvis-Jumpsuit

12.02.2026, 02:28 Uhr
imageVon Kai Butterweck
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Manch ein Male Model-Anwärter schmeißt sich für seinen großen Moment richtig in Schale - Quelle ProSieben Daniel Graf
Manch ein Male-Model-Anwärter schmeißt sich für seinen großen Moment richtig in Schale. (Foto: Seven.One Entertainment Group GmbH)

Strike a Pose! Zum Start der 21. "Germany's Next Topmodel"-Staffel nehmen Modelmutti Heidi Klum und Designer-Legende Jean Paul Gaultier unzählige Male Model-Anwärter unter die Lupe.

Die Zeit schmilzt einfach dahin wie Schnee in der Sonne. Man mag es kaum glauben, aber die Krönung von Lena Gercke zum ersten "Germany's Next Topmodel" ist nun schon zwanzig Jahre her. Als sich die heute 37-jährige Unternehmerin und Moderatorin die imaginäre Format-Krone aufsetzte, tüftelte man an anderer Stelle gerade an den Vorbereitungen zum ultimativen "Sommermärchen". Wahnsinn, wie die Zeit vergeht.

Zwei Jahrzehnte später stehen sie immer noch Schlange: all die erwartungsvollen jungen Menschen, angereist aus allen Teilen der Republik, mit viel Hoffnung und großen Träumen im Gepäck. Seit zwei Jahren dürfen sich auch männliche Nachwuchsmodels vor den Augen von Modelmama Heidi Klum und ihren zahlreichen Gastjuroren präsentieren und beweisen. "Ich suche jemanden, der ein Allroundtalent besitzt", verrät die 52-jährige Format-Chefin vorab.

"Ich bin der Beste der Besten!"

Ob Kevin das Zeug zum neuen Catwalk-Superstar hat? Der selbsternannte "Adonis" ist jedenfalls von seinen Fähigkeiten überzeugt: "Ich bin der Beste der Besten", posaunt der Muckimann. Wenige Minuten später schlägt die Realität aber gnadenlos zu, wie einst Mike Tyson. Der eben noch tönende Mann, "der seinesgleichen sucht", fliegt bereits nach dem ersten Catwalk-Check raus. Sowohl Heidi Klum als auch Jurykollege Jean Paul Gaultier zeigen mit den Daumen nach unten.

Modeschöpfer Jean Paul Gaultier und Modelmama Heidi Klum freuen sich auf die Kandidaten - Quelle ProSieben Daniel Graf
Mit Jean Paul Gaultier hat sich Klum fachkundige Verstärkung in die Jury geholt.

Kevin ist nicht der Einzige, der die Nase etwas höher trägt. Der Übergang zwischen selbstbewusst und arrogant ist fließend. Auf der anderen Seite präsentiert sich aber auch viel Unsicherheit und Bodenständigkeit. Vor dem Bildschirm werden die Sinne geschärft. Die Augen leisten Höchstarbeit. Neben Muskeln und kantigen Gesichtern erblickt man auch Männer mit Korsagen, Paul-Stanley-Gedenk-High-Heels und androgynen Sci-Fi-Oberteilen. Heidi ist ganz entzückt: "Ich liebe meinen Job!", quiekt die Chefin. Auch Jean Paul ist amused: "Oh, fantastique!", jubelt der kultige Modeschöpfer nicht nur einmal.

Von der "Popstars"-Bühne auf den Laufsteg

Einzelne optische Highlights rauszupicken, ist beinahe unmöglich. Gefühlt sticht jeder zweite Bewerber mit einem besonderen Look heraus. Einer spaziert nur im Slip über den Laufsteg. Ein anderer geht nicht ohne Ansteckblume aus dem Haus. Und Pfleger Hyan häkelt für sein Leben gern und trägt markante "Powerlocken". Getoppt wird das alles nur von Norvis türkisfarbenen Elvis-Jumpsuit und den knallroten Krallennägeln von Ex-"Popstar" Marq. Der 39-jährige feierte einst mit der gecasteten Boyband "Overground" regionale Chartserfolge. Heute trägt Marq glänzende Plateau-Schuhe und schnieke Netzstrumpfhosen.

Alles ist möglich. Alles ist erlaubt. Und das ist auch gut so. Paradiesvögel drängen genauso ins Rampenlicht wie lebenslustige Best Ager und verschüchterte Mauerblümchen. Bei so viel Auswahl will man nicht in der Haut der beiden Juroren stecken. Das Aussieben bereitet sichtlich Kopfschmerzen. Aber es hilft ja nichts. Nicht nur Kenner wissen: Am Ende des großen Ganzen kann nur ein Male Model jubeln. Und wer weiß: Vielleicht setzt sich ja der 21-jährige Boureima durch. Als der Tankstellenmitarbeiter aus dem Allgäu vor Heidi Klum posiert, macht die Modelmama ganz große Augen. "He is so beautiful!", flüstert die Chefin. Kurz darauf ist Feierabend. Die erste Auslese ist durch. Die Männer haben den aufwühlenden Start hinter sich gebracht. Fehlen noch die Damen. Die sind morgen an der Reihe. Ob es dann ähnlich bunt und vielseitig wie bei den Herren zugehen wird? Wir sind gespannt.

Quelle: ntv.de

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