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Vom Staat finanziert Prinz Andrew darf Polizeischutz behalten

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Darf nicht mehr als "Seine Königliche Hoheit" bezeichnet werden: Prinz Andrew.

(Foto: picture alliance/dpa/PA Wire)

Wegen seiner Verstrickung in einen Missbrauchsskandal tritt Prinz Andrew Ende 2019 von seinen öffentlichen Ämtern zurück. Später werden dem in Ungnade gefallenen Queen-Sohn sämtliche Titel entzogen. Über seine Leibwächter darf er sich aber weiterhin freuen.

Prinz Andrew muss auch künftig nicht um seine Sicherheit bangen. Nachdem Queen Elizabeth II. ihrem Sohn Anfang des Jahres nach den Missbrauchsvorwürfen gegen ihn alle royalen Schirmherrschaften und militärischen Titel entzogen hatte, wurde eine vollständige Überprüfung seiner Sicherheitsvorkehrungen eingeleitet und durchgeführt. Das Ergebnis: Andrew behält seine staatlich finanzierten Leibwächter.

Laut "Daily Mail" kostet Andrews Sicherheit schätzungsweise zwischen zwei und drei Millionen Pfund (zwischen 2,3 und 3,5 Millionen Euro) im Jahr. Darunter fallen unter anderem die Kosten für Flüge, Löhne, Vergünstigungen und Unterkünfte für das Sicherheitspersonal, das rund um die Uhr ein Auge auf Andrew hat. Finanziert wird diese Summe vom britischen Steuerzahler. Genaue Kostenangaben sind bislang aber weder vom Buckingham Palast noch von der Polizei bekannt gegeben worden.

Andrew und der Epstein-Skandal

Die Überprüfungen von Andrews Sicherheit waren eingeleitet worden, nachdem der Buckingham Palast im Januar mitgeteilt hatte, dass der 62-Jährige nicht mehr als "Seine Königliche Hoheit" bezeichnet werden soll. Zudem wurden seine offiziellen Aufgaben und Schirmherrschaften an andere Mitglieder der königlichen Familie übertragen, seine militärischen Ehrentitel wurden ihm ebenfalls aberkennt.

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Die Maßnahmen wurden getroffen, nachdem Andrew in den Missbrauchsskandal rund um den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein verwickelt worden war. Im Februar hatte Andrew eine Missbrauchsklage von Virginia Giuffre vor einem US-Gericht außergerichtlich beigelegt. Die heute 38-Jährige hatte Prinz Andrew beschuldigt, sie im Alter von 17 Jahren sexuell missbraucht zu haben. Andrew, der Millionen an Giuffre gezahlt haben soll, hatte die Vorwürfe gegen ihn stets bestritten.

Bereits einige Tage nach einem missglückten Interview mit der BBC zu seinen Verbindungen zu Epstein im November 2019 war er von seinen öffentlichen Ämtern zurückgetreten.

Quelle: ntv.de, lpe/spot

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