Unterhaltung

"Das sollte verboten werden" Prinz Harry legt sich mit Gamern an

imago90472288h.jpg

Ist er über das Ziel hinausgeschossen? Prinz Harry beim YMCA in London.

(Foto: imago images / i Images)

Da hat Prinz Harry wohl die Rechnung ohne die Daddel-Community gemacht. Der Royal macht sich auf einer Veranstaltung gegen Spiele wie "Fortnite" und Co stark. Zugleich kritisiert er die Sozialen Netzwerke. Auf diese Aussagen hin bläst ihm der Gegenwind prompt ins Gesicht.

Prinz Harry sorgt derzeit mit ungewöhnlichen Aussagen für reichlich Wirbel. Auf einer Veranstaltung des "Christlichen Vereins junger Menschen" (YMCA) positionierte er sich gegen Online-Spiele und brachte dabei seine Ablehnung gegenüber dem Kult-Ballerspiel "Fortnite" zum Ausdruck. "Dieses Spiel sollte verboten werden", zitiert ihn unter anderem die BBC.

Das Spiel habe keinen Vorteil, wenn man es in seinen Alltag integriert. Es sei nur erschaffen worden, um Menschen süchtig zu machen: "Eine Sucht, die dich an den Computer fesselt. Das ist unverantwortlich." Eltern seien oft hilflos und wüssten nicht, was sie gegen die Sucht ihrer Kinder unternehmen sollten. Ganze Familien könnten daran zerbrechen.

Doch nicht nur Online-Spiele waren das Ziel der Kritik des Prinzen an der digitalen Welt, sondern auch Soziale Netzwerke im Allgemeinen. Diese würden "abhängiger machen als Alkohol und Drogen". Es sei eine "globale Epidemie", die die Gesundheit der Jugendlichen gefährde.

Spott und Häme

Klar, dass der Prinz mit diesen Aussagen nicht nur positive Reaktionen erntet. Vor allem seine Beschreibung der angeblichen Gefahren von Social Media zieht einiges an Spott und Häme im Netz nach sich. Insbesondere weil seine Aussagen nur Stunden nach dem Startschuss seines neuen Instagram-Accounts durchaus auch zeitlich überraschen. Gerade der britische Königshof füttert seine Fans über zahlreiche Accounts bei Instagram, Twitter und Facebook mit Informationen.

Doch auch gegen Harrys Aussagen über "Fortnite" regt sich Widerstand. Zahlreiche Gamer finden die Generalverurteilung des Spiels überzogen. Der Tenor: Natürlich habe Zocken auch Suchtpotenzial, allerdings würden die meisten User das Spiel lediglich als harmlosen Ausgleich zum Alltag verwenden. Es sei herablassend, wenn ein Royal so über normale Menschen spreche.

Quelle: n-tv.de, vpr/spot

Mehr zum Thema