Unterhaltung

"Musste meine Familie rausholen" Prinz Harry will nicht "weggelaufen" sein

imago0093711287h.jpg

Für Prinz Harry ging es darum, seine Familie zu beschützen.

(Foto: imago images/PPE)

Die Entscheidung von Prinz Harry, sich mit seiner Frau Meghan aus der vordersten Reihe des britischen Königshauses zurückzuziehen, hat hohe Wellen geschlagen. Nun rechtfertigt er den Schritt entschieden. Zugleich plaudert er noch das eine oder andere intime Detail aus.

Prinz Harry und Herzogin Meghan gehen weiter in die öffentliche Offensive. Am 7. März wollen sie in einem ausführlichen Gespräch mit Talkshow-Ikone Oprah Winfrey Rede und Antwort stehen. Nun erschien bereits ein Interview des Prinzen mit einem anderen populären Talkmaster. So plauderte der 36-Jährige mit dem Moderator der "Late Late Show", James Corden.

In dem Plausch, der vor dem vor einer Woche verkündeten finalen Rückzug von Harry und Meghan von ihren royalen Pflichten aufgezeichnet wurde, verteidigt der Prinz die Abkehr vom Königshaus. "Wir sind niemals weggelaufen. Es war eher ein Beiseitetreten als ein Zurücktreten", insistiert Harry und rechtfertigt sich: "Es war wirklich ein schwieriges Umfeld. Ich glaube, das haben auch viele Menschen gesehen. Also habe ich getan, was jeder Vater oder Ehemann tun würde und mir gedacht: 'Wie bekomme ich meine Familie da raus?'"

Er werde sich auch in Zukunft nicht wegducken, beteuert der Enkel von Queen Elizabeth II. Sein Leben werde sich immer um den Dienst an der Allgemeinheit drehen. Auch seine Frau habe sich für diesen Weg entschieden. Scharfe Kritik übt Harry zugleich an den Medien. Ihr Umgang mit dem Paar bedrohe seine geistige Gesundheit. "Das ist toxisch", so Prinz Harry.

"Von 0 auf 100 in zwei Monaten"

In dem Gespräch mit Corden lässt sich Harry auch dazu hinreißen, ein paar intime Details preiszugeben. So geht er etwa auf sein Kennenlernen mit Meghan ein. "Dating mit mir und vermutlich mit allen Mitgliedern der Königsfamilie ist quasi umgedreht", sagt er. Man treffe sich zu Hause und gehe erst ins Restaurant oder ins Kino, wenn man bereits ein Paar sei. Dadurch hätten er und Meghan viel Zeit ohne Ablenkungen miteinander verbringen können.

Nach zwei Dates habe er gewusst, dass seine heutige Ehefrau die Richtige sei, verrät Harry weiter. "Es war großartig. Es ging von 0 auf 100 in zwei Monaten." Die Abende verbrächten sie normalerweise damit, ihrem Sohn Archie, der im Mai zwei Jahre alt wird, einen Tee zu machen, ihn zu baden und ihm vorzulesen. Danach schaue das Paar Fernsehen, etwa die Quiz-Show "Jeopardy" oder Netflix.

Harry verteidigt "The Crown"

Apropos Netflix. In diesem Zusammenhang verteidigt der Prinz auch die von dem Streamingkanal produzierte Serie "The Crown". Es sei offensichtlich, dass die Folgen Fiktion seien, so Harry. Die Serie basiere jedoch lose auf der Wahrheit. "Natürlich ist es nicht sehr exakt, aber es gibt eine grobe Vorstellung davon, wie dieser Lebensstil ist, welcher Druck es ist, die Pflicht über die Familie zu stellen, und über alles andere, was daraus entstehen kann", sagt Harry und ergänzt: "Ich fühle mich mit 'The Crown' wohler als mit den Geschichten, die über meine Familie, meine Frau oder mich selbst geschrieben wurden."

In Großbritannien war scharf kritisiert worden, dass von den Machern der Serie nicht darauf hingewiesen wird, dass es sich um Fiktion handele. In "The Crown" spielen unter anderem die Eheprobleme von Harrys Eltern, Prinz Charles und Prinzessin Diana, eine große Rolle.

Ein Waffeleisen für Archie

Weiterhin spricht Harry mit Corden über seinen Sohn Archie. Die Queen habe gefragt, was sich der Kleine zu Weihnachten wünsche. Daraufhin habe Meghan erklärt: "Ein Waffeleisen." Und Archies Urgroßmutter habe tatsächlich ein Waffeleisen geschickt.

"Er liebt es", sagt Harry mit Blick auf seinen Sohn. Archie frage jeden Morgen nach dem Aufstehen: "Waffeln?" Und auch er esse inzwischen zum Frühstück immer Waffeln: "Etwas Joghurt, etwas Marmelade, ich weiß nicht, ob das so richtig ist, etwas Beeren, vielleicht Honig oder Sirup darauf."

Archie könne schon einige Wörter sprechen und singe viel vor sich hin, zeigt sich Harry weiter in Plauderlaune. Das erste Wort seines Sohnes sei "Krokodil" gewesen.

"Wir Royals haben nie Bargeld"

Mit der Queen und ihrem Ehemann Prinz Philip hätten sie von ihrer neuen Heimat USA aus schon mehrmals per Video telefoniert, berichtet der Prinz weiter. "Wir haben ein paar Mal gezoomt, sie haben Archie herumlaufen sehen." Sein Großvater beende das Gespräch nicht, indem er den Aus-Knopf drücke, sondern klappe stattdessen immer einfach den Laptop zu, sagt Harry lachend.

Corden serviert dem Prinzen bei einer Stadtrundfahrt in einem offenen Doppeldeckerbus durch Los Angeles stilecht Tee und Kekse. Als der Bus scharf bremsen muss und der Teewagen umkippt, spritzt Harry vor Lachen das Getränk aus dem Mund. Zuvor hatte er sich beim Einsteigen über das öffentliche Bild der Royals lustig gemacht. "Zahl den Fahrpreis und komm rein", rief ihm Corden zu. "Wir Royals haben nie Bargeld dabei", antwortete Harry scherzend.

Der Moderator zeigt dem Prinzen bei der Rundfahrt auch das Haus aus der TV-Serie "Der Prinz von Bel-Air" mit Will Smith. Corden drängt Harry, das Haus zu kaufen und versucht mittels eines Videoanrufs, auch Meghan davon zu überzeugen. Doch die Herzogin, die ihren Mann liebevoll "Haz" nennt, lehnt lachend ab: "Wir sind zuletzt genug umgezogen."

Quelle: ntv.de, vpr/dpa

ntv.de Dienste
Software
ntv Tipp
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.