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Von Insignien bis Leichenwagen Prinz Philip hat eigene Beisetzung geplant

Er wollte offenbar nichts dem Zufall überlassen. So soll Prinz Philip einige kleine, aber feine Details seiner eigenen Beerdigung vor seinem Tod penibel festgelegt haben. Dabei geht es nicht nur um das Auto, mit dem sein Leichnam transportiert wird, sondern auch um Philips Auszeichnungen.

Prinz Philip scheint seine eigene Beerdigung bis ins kleinste Detail durchgeplant zu haben. So habe der Herzog von Edinburgh unter anderem noch vor seinem Tod persönlich die Insignien ausgewählt, die am Samstag in der St George's Chapel auf dem Altar stehen werden, berichtet etwa die britische "Daily Mail". Darunter seien Medaillen und Auszeichnungen zu finden, die ihm von Ländern des Vereinigten Königsreichs und des Commonwealth verliehen wurden.

Hinzu kommen weitere Insignien aus Dänemark und Griechenland, darunter Philips Elefanten- und Erlöser-Orden, die Ansteckflügel der Royal Air Force und sein Feldmarschallstab. In der Kapelle sollen die Auszeichnungen auf insgesamt neun Kissen drapiert werden, die extra für die Beisetzung angefertigt wurden. Die Insignien sollen Prinz Philip viel bedeutet haben.

Ein weiteres Detail, an dem er bereits seit Jahren gearbeitet hatte, ist das Fahrzeug, das ihn im Sarg zur Ruhestätte fährt. Dabei handelt es sich um einen speziell angefertigten Land Rover Defender TD5 130. Laut "Daily Mail" sollen die Arbeiten an dem Auto schon 2003 begonnen haben, 2019 wurden sie abgeschlossen.

Nur 30 Trauergäste

Das Fahrzeug verfügt über ein offenes Heck, das so modifiziert wurde, dass es zum Sarg passt. Dass der Land Rover eine grüne Lackierung hat, ist angeblich ebenfalls kein Zufall. Mit der Farbe habe Philip bis zuletzt seine Verbundenheit zum Militär ausdrücken wollen, heißt es. Zugleich solle der Wagen eine Hommage an den Prinzgemahl selbst sein, der eine große Leidenschaft für Technik und Design hegte.

Darauf, dass nur 30 Personen seiner Trauerfeier beiwohnen dürfen, konnte Prinz Philip dagegen natürlich keinen Einfluss nehmen. Dies ist der Corona-Pandemie geschuldet. Die Gästeliste umfasst neben der Queen die gemeinsamen Kinder des Paares samt Partnern: Prinz Charles und Herzogin Camilla, Prinzessin Anne, Prinz Andrew sowie Prinz Edward und Sophie von Wessex. Letztere werden begleitet von ihren Kindern Louise und James.

Prinz Andrews Töchter - Prinzessin Beatrice mit Ehemann Edoardo Mapelli Mozzi und Prinzessin Eugenie mit Ehemann Jack Brooksbank - nehmen ebenfalls Abschied. Prinz William und Herzogin Kate sowie Prinz Harry erscheinen ohne Kinder. Harrys schwangere Ehefrau, Herzogin Meghan, reiste nicht an. Sie blieb mit dem einjährigen Sohn Archie in den USA.

Sarah Ferguson fehlt

Peter Phillips und Zara Tindall samt Ehemann Mike Tindall gehören ebenfalls zu den Trauergästen. Sie sind die Kinder von Prinzessin Anne. Die Kinder der verstorbenen Prinzessin Margaret, David Armstrong-Jones sowie Sarah Chatto und Ehemann Daniel, kommen auch. Ebenso wie Queen-Cousin Prinz Richard, der Herzog von Kent, Prinzessin Alexandra, Vizeadmiral Sir Timothy Laurence und Gräfin Mountbatten von Burma, die Kutschenfahrerin und enge Freundin des Herzogs.

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Auch drei deutsche Adelsmänner werden vor Ort um den Queen-Gatten trauern: Prinz Philipp von Hohenlohe-Langenburg, Enkel von Prinz Philips Schwester Margarita, Erbprinz Bernhard von Baden, Enkel von Schwester Theodora, sowie Prinz Donatus, Landgraf von Hessen, ein Cousin des Herzogs von Edinburgh.

Zu denen, für die angesichts des auf 30 Personen begrenzten Kreises kein Platz mehr frei war, zählt unter anderem Sarah Ferguson, die Ex-Frau von Prinz Andrew. Zwar soll sie sich Berichten zufolge derzeit mit Andrew in der Royal Lodge, dem geteilten Anwesen südlich von Schloss Windsor, befinden, bei der Beisetzung wird sie aber fehlen.

Quelle: ntv.de, vpr/spot

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