Unterhaltung
Matt Dillon und der Kritik erprobte Regisseur Lars von Trier in Cannes.
Matt Dillon und der Kritik erprobte Regisseur Lars von Trier in Cannes.(Foto: REUTERS)
Mittwoch, 16. Mai 2018

Cannes ja nicht wahr sein: Publikum verlässt Lars von Triers Film

Er ist und bleibt ein Enfant Terrible: Die Reaktionen auf den Film des dänischen Regisseurs Lars von Trier beim Filmfest an der Côte d'Azur könnten wieder einmal nicht kontroverser ausfallen. Von Jubel bis zu "Buh"-Rufen ist alles dabei.

Zuerst Stehbeifall, dann wütende Zuschauer: Lars von Trier sorgte in Cannes mit seinem neuen Film wenig überraschend für Kontroversen. Denn ja, er kann es noch immer. Bei seiner Rückkehr zu den Internationalen Filmfestspielen in Cannes, wo er 2011 noch zur Persona non grata ernannt wurde, sorgte Lars von Trier mit seinem neuen Film "The House That Jack Built" für Ekel, Zorn, aber auch Begeisterung. So berichtet unter anderem die Seite "The Guardian", dass über 100 Menschen vorzeitig den Kinosaal verlassen hätten, in dem sein Streifen über einen bestialisch mordenden Serienkiller (Matt Dillon) vorgeführt wurde.

Auf dem roten Teppich sah alles noch ganz harmlos aus ...
Auf dem roten Teppich sah alles noch ganz harmlos aus ...(Foto: REUTERS)

Der Film zeigt offenbar grafisch die Ermordung und Verstümmelung von Frauen, Kindern und Tieren und erregte damit wenig überraschend die Gemüter vieler Personen im Publikum. Wobei durchaus die Frage erlaubt ist, was die betreffenden Personen erwartet haben, als sie sich in einen Film des dänischen Enfant Terrible gesetzt haben.

Qualvoll, erbärmlich

Nun, ganz offensichtlich nicht derartig schonungslose Brutalität. So habe man Lars von Trier vor der Vorführung noch minutenlang Standing Ovations gegeben. Viele hatten anscheinend nicht auf dem Schirm, worum es in dem Psycho-Thriller mit Dillon und Bruno Ganz in den Hauptrollen geht. Das lässt zumindest der angewiderte Strom aus dem Kino vermuten.

Einer der Menschen, die sich das Gezeigte nicht fertig ansehen wollten, schrieb auf Twitter: "Eklig. Prätentiös. Zum Kotzen. Qualvoll. Erbärmlich."

Bei den bis zum Schluss Anwesenden sei allerdings auch nach der Vorführung Applaus ausgebrochen. Der Streifen, der wohl im Winter dieses Jahres ins Kino kommen wird, hat scheinbar also nicht nur Unverständnis ausgelöst. Kontroverse kann er einfach, der Däne ...

Bilderserie

Quelle: n-tv.de