Unterhaltung

"Dem Tod sehr nah" Queen-Gitarrist erleidet Herzinfarkt

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Gerissener Muskel, Ischiasschmerzen, Herzinfarkt - ihn hat es knallhart erwischt: Brian May.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Die gute Nachricht gleich vorneweg: Brian May geht es schon wieder besser. Allerdings ist er dem Sensenmann wohl gerade nochmal von der Schippe gesprungen. Wie der Gitarrist der Kultband Queen nun öffentlich macht, erlitt er einen Herzinfarkt - und erlebte dabei Glück im Unglück.

Die Leidensgeschichte von Queen-Gitarrist Brian May hat bereits vor ein paar Wochen begonnen. Wo? Bei der Gartenarbeit. Wie der Musiker Anfang Mai auf seiner Instagram-Seite enthüllte, riss er sich bei einem allzu enthusiastischen Einsatz im Grünen seinen großen Gesäßmuskel - auch als "Gluteus Maximus" bekannt - "in Stücke".

Unschöne Sache, wenngleich einigen angesichts dieser Nachricht offenbar eher zum Scherzen zumute war. "Ich hätte gar nicht gedacht, dass es einige Leute da draußen amüsant finden, wenn man Schmerzen im Hintern hat", beklagt sich May in seiner jüngsten Video-Botschaft auf Instagram über all die Witzbolde. Er selbst schließlich litt seither unter Höllenqualen.

Qualen, die eigentlich nach einer Untersuchung im MRT und während der anschließenden Behandlung hätten aufhören sollen. Doch das taten sie einfach nicht. Stattdessen folgte Teil 2 der jüngsten Leidensgeschichte von May.

Wie ein Schraubenzieher im Rücken

Er habe weiterhin Schmerzen gehabt, als würde ihm jemand von hinten einen Schraubenzieher in den Körper rammen, erläutert der 72-Jährige. Teilweise sei es so unerträglich gewesen, dass er am liebsten irgendwo hinunter gesprungen wäre. "Ich hatte das Gefühl, dass der Schmerz meine Persönlichkeit übernommen hat", schildert der Musiker weiter seine Erfahrung. Überhaupt auszuhalten sei dies nur mit starken Schmerzmitteln gewesen, die ihn jedoch ihrerseits wieder in eine "Albtraumwelt" gestürzt hätten.

Lange Rede, kurzer Sinn: May wurde abermals untersucht. Und siehe da: Eigentliche Ursache des Schmerzes war gar nicht der gerissene Muskel, sondern ein eingeklemmter Ischiasnerv.

Drei Stents gesetzt

Doch damit ist Mays Leidensgeschichte noch immer nicht beendet. Stattdessen folgt Teil 3, den der Musiker selbst so erklärt: "Inmitten dieser ganzen Saga mit den Rückenschmerzen hatte ich einen kleinen Herzinfarkt. Ich sage klein, weil er mir an sich nicht geschadet hat." Rund 40 Minuten lang habe er geschwitzt, ein komisches Gefühl in den Armen und Schmerzen sowie ein Engegefühl in der Brust verspürt - typische Symptome, die auf einen Infarkt hindeuteten. Also habe ihn sein Arzt persönlich ins Krankenhaus gefahren.

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Dort sei schließlich nicht nur der Infarkt bestätigt worden. Es seien auch drei verstopfte Arterien  entdeckt worden, die drohten, die Blutzufuhr zu seinem Herzen zu blockieren. Deshalb seien ihm noch an Ort und Stelle drei Stents eingesetzt worden. Eine Entscheidung, die May keinesfalls bereut. "Ich habe den Eingriff nicht bemerkt. Ich habe gar nichts bemerkt und tue es noch immer nicht", jubelt er und ist sich zugleich sicher, großes Glück im Unglück gehabt zu haben. "Ich war dem Tod sehr nah, auch wenn meine Schmerzen von etwas völlig anderem herrührten. Aber jetzt geht es mir gut."

Heißt: May ist sowohl seine dramatischen Rückenschmerzen los als auch am Herzen geheilt. Nur auf ein paar Krücken bleibt er vorerst noch angewiesen. Oder wie May es selbst ausdrückt: "I'm ready to rock."

Quelle: ntv.de, vpr

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