Unterhaltung

Prägte Namen eines ganzen Genres Reggae-Ikone Toots Hibbert ist tot

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Bob Marleys Sohn Ziggy bezeichnet Toots Hibbert als "Vaterfigur".

(Foto: imago/ZUMA Press)

Reggae heißt Reggae, weil er die Musikrichtung erstmals öffentlich so nennt: Toots Hibbert ist einer der ganz großen Namen der jamaikanischen Stilrichtung, Jahrzehnte lang prägt er sie maßgeblich mit. Nun ist Hibbert im Alter von 77 Jahren in Kingston gestorben.

Die Reggae-Musik hat eine ihren wichtigsten Stimmen verloren: Musiker Toots Hibbert ist im Alter von 77 Jahren gestorben. Manager Eric Baker bestätigte entsprechende jamaikanische Medienberichte und Meldungen in Hibberts Social-Media-Kanälen. Demnach starb der Sänger im "University Hospital of the West Indies" in Jamaikas Hauptstadt Kingston.

Hibbert hatte den Reggae mit Songs wie "Funky Kingston", "Pressure Drop" und "Monkey Man" entscheidend geprägt. Sein 1968 erschienener Titel "Do the Reggay" hatte erstmals den Begriff Reggae in einem Hit erwähnt und so wesentlich dazu beigetragen, dass die gesamte Stilrichtung ihren Namen bekam. Hibbert war Medienberichten zufolge Montag vergangener Woche ins Krankenhaus gebracht und ins Koma versetzt worden. Es hieß, er habe zuvor auf das Ergebnis eines Corona-Tests gewartet.

Besonders in Hibberts Heimat Jamaika zählte er zu den bekanntesten Musikern des Genres, in seiner Bedeutung vergleichbar mit dem weltweiten Superstar Bob Marley. Rivalen seien die beiden aber nie gewesen, hatte Hibbert im August in einem Interview im britischen "Independent" gesagt.

Letztes Album erschien im August

"Er war eine Vaterfigur für mich", schrieb Marleys Sohn Ziggy auf Twitter. "Sein Geist ist mit uns, seine Musik erfüllt uns mit seiner Energie und ich werde ihn nie vergessen." "Jamaika hat eine große kulturelle Ikone verloren. Die Seele eines Zeitalters ist gestorben", zitierte die Zeitung "Jamaica Observer" Hibberts Sprecher Claude Mills.

Als "Toots & the Maytals" war Hibberts wichtigste Band jahrzehntelang erfolgreich, mit ihr nahm er in wechselnden Besetzungen seit den 60er Jahren mehr als 30 jamaikanische Nummer-eins-Singles auf. Das 1973 erschienene Album "Funky Kingston" war für Kritiker ein Meilenstein und gilt als eines der besten Reggae-Alben aller Zeiten.

Erst im August hatte die Band mit "Got To Be Tough" ein neues Album veröffentlicht, das erste seit "Flip And Twist" im Jahr 2010. In den neuen Stücken hatten die Musiker Stilrichtungen wie Reggae, Ska, Stax-Soul und Afrobeat zusammengebracht. Für das 2005 erschienene Album "True Love" hatten "Toots & the Maytals" einen Grammy-Award als beste Reggae-Aufnahme gewonnen. Hibbert hinterlässt Ehefrau und sieben Kinder.

Quelle: ntv.de, jog/dpa

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