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"Ich bin nicht tot, Bitches!" Roseanne Barr passt ihr Serien-Tod nicht

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So hat sich Roseanne Barr das nicht vorgestellt: Ihre berühmte Serienfigur stirbt an einer Überdosis.

(Foto: AP)

Ein rassistischer Tweet hatte Konsequenzen, doch damit will Roseanne Barr sich offenbar nicht abfinden. Ihre Paraderolle stirbt den Fernsehtod, und sie hat ordentlich was zu meckern.

Roseanne Barr ist offenbar nicht glücklich darüber, wie ihre Figur in der ersten Folge des "Roseanne"-Spin-offs "The Conners" aus dem Leben scheidet. Nach der USA Premiere der neuen Sitcom gab die 65-Jährige zusammen mit ihrem langjährigen Freund, dem bekannten Rabbiner Shmuley Boteach, ein Statement dazu ab.

"Während wir der Besetzung und der Produktionscrew von 'The Conners', die sich mit großer Hingabe ihrer Arbeit verschrieben haben und Roseannes geschätzte Kollegen waren, das Beste wünschen, bedauern wir, dass ABC beschlossen hat, Roseanne abzusetzen, indem sie die Roseanne-Conner-Figur sterben lassen", zitiert "Entertainment Weekly" aus dem Statement der Schauspielerin.

Roseanne Barr war wegen eines rassistischen Tweets im Frühjahr vom Sender gefeuert und ihre Sendung war abgesetzt worden. Dass ihre Figur in dem neuen Spin-off durch eine Opioid-Überdosis sterben müsse, verleihe "einer ansonsten glücklichen Familien-Show eine unnötig finstere und kranke Dimension", so Barr. "Das war eine Entscheidung, die der Sender nicht hätte treffen müssen."

Keine Vergebung?

Weiter heißt es demnach in Barrs Erklärung: "Roseanne war die einzige Show im Fernsehen, die sich direkt mit den tiefen Rissen befasste, die das Gefüge unserer Gesellschaft bedrohen." Konkret habe die Serie die Botschaft befördert, dass Liebe und Respekt für die Persönlichkeit des jeweils anderen das Wichtigste seien, heißt es in dem Statement. Und die Show habe eine starke Frau in einer führenden Rolle gefeiert, erklärt Barr, "etwas, von dem wir in unserem Land mehr brauchen".

*Datenschutz

Auch nach wiederholten Entschuldigungen, die von Herzen gekommen seien, sei der Sender nicht bereit gewesen, über einen "bedauernswerten Fehler" hinwegzusehen: "Es ist jedoch die Kraft der Vergebung, die unsere Menschlichkeit ausmacht", heißt es, bevor Barr sich über die Absetzung ihrer Show beklagt. Auf Twitter drückte sich die Schauspielerin dann etwas direkter aus: "Ich bin nicht tot, Bitches!!!!", schrieb sie dort.

Die Conners machen alleine weiter

Roseannes Schicksal bei der Premiere von "The Conners" war keine Überraschung. Barr verriet schon im September während eines Interviews mit Brandon Strakas im Rahmen seiner Youtube-Show "Walk Away": "Oh ja, sie haben sie getötet. Sie haben sie an einer Opioid-Überdosis sterben lassen."

Die Episode mit dem Titel "Keep on Trucking" erklärte offenbar nicht genau, wann Roseanne starb. Stattdessen arbeitet die Familie laut "Entertainment Weekly" daran, sich auf das Leben ohne das Familienoberhaupt einzustellen. Die Conners glauben demnach zunächst, dass Roseanne an einem Herzinfarkt gestorben sei. Erst als Jackie (Laurie Metcalf) einen Anruf vom Gerichtsmediziner erhält, erfährt sie, was wirklich zum Tod ihrer Schwester geführt hat. Obwohl Dan (John Goodman) das zunächst nicht wahrhaben will, akzeptiert er es, als die Familie beginnt, Roseannes Pillen im Haus zu finden.

Quelle: n-tv.de, ame/spot

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